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Erkelenzer SPD: Neues Gutachten für Restsee gefordert

Erkelenzer SPD : Neues Gutachten für Restsee gefordert

Die SPD Erkelenz fordert ein neues unabhängiges Gutachten, das sich mit der Gesamtproblematik um die künftige Restsee-Befüllung des Braunkohletagebaus Garzweiler II befasst.

Die SPD bezweifelt, dass das bisher geplante Restsee-Management den Klimawandel genügend berücksichtige, heißt es. „Die Trassenführung der Rheinwasserleitung zur Befüllung des Restlochs Garzweiler II ist bereits festgelegt. Wir sind damit schon mitten im Thema ,Restseemanagment’, so SPD-Ratsherr Dieter Spalink aus Kückhoven. „Die sommerlichen Trockenphasen wirken sich auch auf den Wasserstand des Rheins aus. Deswegen muss das jahrzehntelange Befüllen mit Rhein- und Grundwasser so ablaufen, dass alle klimatischen Entwicklungen und ökologischen Wechselwirkungen bedacht werden.“

Viele Fragen zur Restsee-Befüllung mit Rheinwasser seien noch offen. Zwar habe es in der Vergangenheit zur Trassenführung der Rheinwasserleitung eine Umweltverträglichkeitsprüfung gegeben, auch seien Aspekte des Klimawandels 2007 und 2016 behandelt worden. Das sei aber vier Jahre her und reiche nicht aus, um alle relevanten klimatischen, ökologischen oder auch wasserwirtschaftlichen Aspekte umfassend bewertet zu haben, meint die Erkelenzer SPD. Zum Beispiel sei eine gestaffelte Entnahme vorgesehen, die bei zu niedrigem Wasserstand auch den Stopp des Transportes ermögliche. Was beispielsweise eine solche Verzögerung bedeute, sei noch ungeklärt.

Mit den Ergebnissen der Kohlekommission werde jetzt eine neue Leitentscheidung zu Garzweiler II erforderlich. „Wir wollen, dass nicht nur ein Abstand von mindestens 1500 Metern zur Wohnbebauung eingehalten wird, sondern vor allem auch ein nachvollziehbares und ökologisch verantwortbares Restsee-Management. Deshalb brauchen wir ein neues Gutachten eines unabhängigen Instituts“, so SPD-Chefin und Bürgermeisterkandidatin Katharina Gläsmann.

(red)