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Braunkohlegegner im Tagebau Garzweiler: Nach Baggerbesetzung aus Gewahrsam entlassen

Braunkohlegegner im Tagebau Garzweiler : Nach Baggerbesetzung aus Gewahrsam entlassen

Nach der Besetzung eines Baggers im Tagebau Garzweiler sind alle zwölf von der Polizei in Gewahrsam genommenen Braunkohlegegner wieder auf freiem Fuß. Sie hatten sich geweigert, ihre Identitäten anzugeben.

Das teilte die Polizei in Aachen am Montag mit. Die noch verbliebenen neun Personen hätten am vergangenen Freitag den Polizeigewahrsam verlassen können. Ihre Identitäten seien zwar bislang ungeklärt, allerdings hätten bei allen Fingerabdrücke abgenommen werden können. Acht Aktivisten hatten mit einem Hungerstreik gegen ihre Festsetzung protestiert.

Die zwölf Männer und Frauen hatten am 30. August bei Protesten gegen den Braunkohleabbau im Tagebau Garzweiler den Bagger besetzt. Sie hätten keine Ausweispapiere dabei gehabt und die Identität nicht genannt. Außerdem waren ihre Fingerkuppen verklebt, um die Abnahme von Fingerabdrücken zu verhindern.

Um ihre Personalien ermitteln zu können, hatte das zuständige Amtsgericht einen längerfristigen Gewahrsam genehmigt. Das endete am Freitag. Das Ende 2018 reformierte NRW-Polizeigesetz erlaubt auf richterliche Anordnung bis zu sieben Tage Polizeigewahrsam zur Identitätsfeststellung.

Zwei Männer hatten bereits zu Anfang des Gewahrsams ihre Personalien angegeben und wurden schon vorher entlassen. Bei einer Frau hatten in der vergangenen Woche ihre wieder zu erkennenden Fingerkuppen zur Identifizierung geführt. Sie durfte daraufhin ebenfalls gehen.

(dpa)