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Wieder Polizeieinsätze: Beschädigungen und Böllerwürfe im Hambacher Forst

Wieder Polizeieinsätze : Beschädigungen und Böllerwürfe im Hambacher Forst

Weil im Hambacher Forst Container aufgebrochen, an einer Tagebau-Wasserpumpe manipuliert und Böller geworfen wurden, war erneut die Polizei in dem von Braunkohlegegnern besetzten Wald aktiv.

Zum ersten Einsatz kam es am Mittwochmorgen. Der für die Sicherheit auf dem zum Tagebau Hambach gehörenden Gelände zuständige RWE-Werkschutz rief die Polizei, weil Unbekannte im Wald ein Lagerfeuer angezündet und mit Böllern geworfen hätten.

Die RWE-Mitarbeiter seien von mehreren vermummten Personen mit den Knallkörpern beworfen worden, anschließend hätten sich die Unbekannten tiefer in den Wald zurückgezogen. Eine Fahndung der Polizeibeamten vor Ort brachte keinen Erfolg, die Feuerwehr entfernte Glut und Böllerreste.

Wenige Stunden später, am Mittag, gab es einen zweiten Einsatz im Hambacher Forst, diesmal an der Forsthausstraße in Kerpen-Manheim. Dort hatten RWE-Mitarbeiter entdeckt, dass drei Container offenbar in den vergangenen Tagen aufgebrochen worden waren. Zwei der Container waren mit Unrat zugemüllt worden. In dem Dritten war eine Grundwasserpumpe so manipuliert worden, dass über einen angebrachten Schlauch frisches Wasser abgezweigt werden konnte.

An einer Grundwasserpumpe in einem der aufgebrochenen Container war ein Schlauch angebracht worden, mit dem Wasser abgezapft werden konnte. Foto: Polizei Aachen

Während des Einsatzes beobachtete eine Gruppe von rund 20 vermummten Waldbesetzern die Beamten aus der Ferne, zu Zwischenfällen kam es nicht. Die Müllentsorgung, die Sicherung der Wasserpumpe und der Container übernahmen die RWE- Mitabeiter.

Die Polizeibeamten fertigten Anzeigen unter anderem wegen Herbeiführens einer Brandgefahr, Sachbeschädigung, Diebstahls und illegaler Müllentsorgung. Die Ermittlungskommission Hambach verfolgt den Fall.

(red/pol)