Aachener Polizei stellt weiterhin Straftaten im Hambacher Forst fest

Hambacher Forst: Neue Baumhäuser aus frisch gefällten Stämmen

Trotz des Rodungsstopps sind im Hambacher Forst wieder Bäume gefällt worden – laut Aachener Polizei jedoch nicht von RWE. Bei einer Waldbegehung entdeckten die Beamten neue Baumhäuser, für die auch Holzstämme mit frischen Schnittkanten verbaut worden seien.

Rodungs- oder Räumungsmaßnahmen stehen aktuell im Hambacher Forst zwar nicht an, die Aachener Polizei schaut sich trotzdem regelmäßig in dem kleinen Restwald um. Am Mittwochmorgen war auch Polizeipräsident Dirk Weinspach beim „Stubendurchgang“ dabei.

Die Beamten registrierten im Wald Gegenstände wie Feuerlöscher oder Pumpenschieber, die „nachweislich aus RWE-Eigentum stammen“, so steht es im Polizeibericht. Als eine „Störergruppe versucht habe“, wieder in den Besitz dieser Gegenstände zu kommen, wurde eine Person für ein paar Stunden vorläufig festgenommen.

Zudem stellten die Polizisten bei der Waldbegehung fest, dass weiterhin Bauten in den Bäumen errichtet werden. Für die Häuser wurden offensichtlich frische Holzstämme verwendet. Insgesamt hat die Polizei nach Angaben des Sprechers rund 50 Holzkonstruktionen – Baumhäuser oder Plattformen – in Bäumen festgestellt, die seit vergangenem Oktober errichtet worden seien.

Insgesamt notierten die Behördenvertreter etwa 50 Baumstümpfe frisch geschlagener Bäume. „Wir unterstellen hier niemandem etwas, sondern beschreiben nur einen Zustand“, betonte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Eigentümer RWE Power werde deswegen Strafanzeige stellen, teilt die Polizei mit.

(red)
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