Molotowcocktail durch Scheibe geworfen: Brandanschlag auf Haus des Lütticher Bürgermeisters

Molotowcocktail durch Scheibe geworfen: Brandanschlag auf Haus des Lütticher Bürgermeisters

Lüttich kommt nicht zur Ruhe: Auf das Haus des Bürgermeisters der Stadt ist am Sonntag ein Molotowcocktail geworfen worden. Am Montag blockierten „Gelbwesten“-Demonstranten die Zugänge zum höchsten Gebäude der Stadt.

Wie belgische Medien berichteten, ereignete sich der Vorfall gegen 1 Uhr nachts. Das Brandgeschoss habe eine Scheibe des Hauses von Willy Demeyer im westlichen Stadtteil Jupille durchschlagen und ein Feuer ausgelöst. Ein Nachbar habe Rettungskräfte alarmiert, zitiert das belgische Nachrichtenportal Sudbresse.be die Polizei.

Zur Zeit des Anschlags sei niemand im Gebäude gewesen. Die Flammen hätten keinen größeren Schaden angerichtet, Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

Die Ermittlungen nach den Tätern laufen, über sie war zunächst noch nichts bekannt. Demeyer gab an, in jüngster Zeit mehrfach Drohbriefe bekommen zu haben. Er stehe seit drei Jahren unter Polizeischutz, zitierte der Rundfunksender BRF den Politiker.

Suche nach den Tätern

Am Montag sorgten in Lüttich Demonstranten der „Gelbwesten“-Bewegung für einen weiteren Polizeieinsatz. Die Protestierer blockierten die Zugänge zum Tour des Finances de Liège, dem sogenannten Finanzturm, einem Hochhaus der Bundesfinanzbehörden und mit 136 Metern höchsten Gebäude der Stadt.

Sie hinderten so die Mitarbeiter daran, das Hochhaus zu betreten, das schließlich für den Rest des Tages geschlossen wurde. Die Lage blieb nach Angaben von BRF ruhig.

In den vergangenen Tagen war es in Belgien, wie auch am Wochenende in Paris, zu teils gewalttätigen Ausschreitungen der regierungskritischen „Gelbwesten“-Bewegung gekommen. Ob ein Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf das Haus des Bürgermeisters besteht, war zunächst noch nicht klar.

(heck)
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