Borkenkäfer eine große Plage in Nordrhein-Westfalen

NRW-Umweltministerin warnt : Höhepunkt der Borkenkäfer-Plage noch nicht erreicht

Die Borkenkäfer-Plage in Nordrhein-Westfalen hat zwar jetzt schon ein historisches Ausmaß, aber ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, teilte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser am Mittwoch mit.

„Das warme und trockene Wetter befördert aktuell die zweite Borkenkäfer-Generation und verschärft die ohnehin dramatische Situation in den Wäldern“, erklärte sie nach einem Treffen der „Task Force Käfer“. Dabei handelt es sich um ein Expertengremium unter anderem aus Forstverwaltung, Waldbesitzern und Naturschützern.

Nach Erhebungen des Landesbetriebs Wald und Holz gebe es mittlerweile neun Millionen Kubikmeter Schadholz aus den Jahren 2018 und 2019. Das entspreche einer Schadensfläche von 20.000 Hektar. Das Umweltministerium kläre mit dem Landeskommando Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr, welche Kapazitäten und Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden könnten.

Eine der wichtigsten Maßnahmen sei aktuell das Fällen und der Abtransport der befallenen Stämme, damit die Nachbarbestände nicht auch noch befallen würden. Zur Unterstützung der Waldbesitzer stünden 6,2 Millionen Sondermittel des Landes zur Verfügung.

In einer Wald-Konferenz des Landes im November sollen Betroffene und Wissenschaftler über die Situation des Waldes diskutieren. Außerdem soll ein „Bündnis für den Wald“ ins Leben gerufen werden.

(dpa)
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