Bonn: Bonner Museum zeigt Ausstellung zum Tigerauge

Bonn: Bonner Museum zeigt Ausstellung zum Tigerauge

In einer Sonderausstellung stellt das Mineralogische Museum der Universität Bonn ab Mittwoch den Edelstein Tigerauge vor. Die Ausstellung zeige, was ein Tigerauge ist, wie und wo es entsteht und welche dekorativen Aspekte der Schmuckstein birgt, teilte ein Sprecher der Universität Bonn am Dienstag mit.

Die Ausstellung präsentiert ein besonders großes und schönes Exemplar: eine Scheibe von über zwei Metern Länge, etwa 150 Kilogramm Gewicht und dem Alter von 2,5 Milliarden Jahren. In dieser Scheibe bilden Bänder von schillerndem Tigerauge, eingebettet in Jaspis und Magnetit, Muster, die durch die Einwirkung tektonischer Kräfte in der langen Geschichte des Gesteins geformt wurden.

Das Museum bemüht sich, das markante Stück dauerhaft in Bonn zu halten. Der jetzige Besitzer ist bereit, der Universität das Tigerauge zu überlassen, im Gegenzug für die Zahlung einer Aufwandsentschädigung für die Bergung und den Transport. Dafür würden noch Sponsoren gesucht, hieß es.

Die bekannte braun-goldene Variante des Tigerauges kommt meist aus Südafrika. Weniger bekannt, weil erheblich seltener, ist das Tigerauge aus Australien. Die wertvollsten Exemplare stammen aus der Marra Mamba Formation in Westaustralien. Sie schimmern aufgrund ihrer Vielfalt an Mineralen in leuchtenden roten, grünen und blauen Farbtönen.

Die Schau wird bis 20. Dezember im Mineralogischen Museum der Universität Bonn im Poppelsdorfer Schloss gezeigt. Geöffnet ist jeden Mittwoch und Freitag von 15.00 bis 17.00 Uhr und sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr.

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