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Teilevakuierung der Bonner Uniklinik : Bombe unter erschwerten Umständen entschärft

Teilevakuierung der Bonner Uniklinik : Bombe unter erschwerten Umständen entschärft

Ausgerechnet auf dem Gelände der Bonner Uniklinik wurde am Mittwoch eine Weltkriegsbombe entdeckt. Die Teilevakuierung des Gebäudes erforderte gerade in Corona-Zeiten einigen Aufwand.

Die Bonner Uniklinik musste am Donnerstag 200 Patienten wegen einer Bombenentschärfung verlegen - in Corona-Zeiten keine ganz einfache Übung. Unter den Patienten befanden sich auch elf Corona-Kranke, die zum Teil auf der Intensivstation versorgt wurden. Natürlich würden die Regeln gegen die Verbreitung des Coronavirus eingehalten. „Das erschwert natürlich die Umstände auch nochmal.“ An den Umgang mit infektiösen Patienten sei man im Krankenhaus andererseits gewöhnt.

Die meisten Patienten wurden in anderen Teilen der Uniklinik untergebracht, einige in andere Krankenhäuser verlegt. Die Entschärfung der Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgte am Nachmittag. „Alle Sperrungen sind aufgehoben“, sagte anschließend ein Sprecher der Stadt. Auch knapp 1200 Anwohner hatten ihre Häuser verlassen müssen.

Ein Sprecher der Stadt Bonn sagte, auch die Evakuierung angrenzender Straßenzüge komme gut voran. Es müssten knapp 1200 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die Weltkriegsbombe auf dem Klinikgelände war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden.

(dpa)