Aachen: Bombardier: Weiter Kampf

Aachen: Bombardier: Weiter Kampf

Im Aachener Bombardier-Werk geht der Kampf gegen die drohende Schließung und den Verlust von 600 Arbeitsplätzen unvermindert weiter. Am Montag übten in Aachen die Betriebsräte der anderen Standorte den Schulterschluss mit den Kollegen und bekundeten ihre Solidarität.

So wird die Schließung des Aachener Werks nicht als Fall für sich gesehen, sondern als Beispiel für die Lage im Gesamtkonzern. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Michael Wobst spracht von „Missmanagement”. Es habe seitens des Vorstands eine „verfehlte Produkt- und Marktstrategie” gegeben.

Unter anderem der Verzicht auf die Produktion von Diesel-Zügen - ein Großauftrag aus Polen ging jetzt an die Konkurrenz - wurde als Beispiel genannt. Die große Welle der Solidarität aus der Region schwappt ebenfalls weiter nach Aachen.

Tausende haben sich bereits via Facebook oder in Unterschriften gegen die Schließung ausgesprochen. Aus der Landesregierung hieß es am Montag, Wirtschaftsminister Garrelt Duin wolle abermals mit den Vorständen reden. Am Donnerstag tagt in Aachen der Wirtschaftsausschuss von Bombardier. Dort soll der Vorstand seine Pläne offenlegen.