1. Region

Lüttich: Blühender Riesengarten für 100.000 Besucher

Lüttich : Blühender Riesengarten für 100.000 Besucher

Jacques Dangez, Generaldirektor der Lütticher Messehallen, wünscht sich für die Woche von Samstag, 26. April, bis Sonntag, 4. Mai, Wolken und Regen.

Der Grund: Die dann zum dritten Mal in der Maasmetropole stattfindende Gartenschau soll 100 000 Besucher anziehen, was bei Sonnenschein wahrscheinlich nicht möglich sein würde.

Dieses Ziel zu erreichen, ist schwer genug. Bei der ersten Ausgabe der Internationalen Floralien in Lüttich im Jahre 1992 wurden 80.000 Besucher gezählt, fünf Jahre später waren es nur noch 56.000, was Generaldirektor Dangez jedoch auf eine Vielzahl unglücklicher Umstände zurückführt.

Viel erhoffen sich die Organisatoren von der Zusammenarbeit mit den Internationalen Floralien von Gent, die Weltruhm genießen und alle fünf Jahre gut 370 000 Menschen anziehen.

„Man kann aber nicht Lüttich mit Gent vergleichen, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe”, bekannte Ronald Dewulf, Generalsekretär der Genter Floralien, die im Jahr 2000 bereits zum 32. Mal stattfanden.

Indes könne sich auch die Lütticher Blumenschau durchaus sehen lassen. Eröffnet werden die Floralien am 25. Mai durch Kronprinz Philippe und Prinzessin Mathilde.

Auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern entsteht unter Mitwirkung von insgesamt 91 Ausstellern aus Belgien, Kanada, Frankreich, Ecuador und Mauritius ein exotischer Garten.

Über einen 1,2 Kilometer langen Pfad kann der Besucher jeden Baum und jedes Pflänzchen in Augenschein nehmen.

Zum besseren Verständnis ist ein Katalog zum Preis von fünf Euro erhältlich. Bevor der Garten angelegt werden konnte, mussten in nur drei Tagen mehr als 5000 Kubikmeter Sand angeschleppt werden.

Für die dritte Ausgabe der Floralien wurden keine Kosten gescheut. Das Budget der Schau beläuft sich immerhin auf 830.000 Euro.

Viel Geld für eine Pflanzenpracht, die sich nicht länger als elf Tage hält.

Die Simenon-Ausstellung, die noch bis zum 30. September nahe der Place St. Lambert stattfindet, ist somit nicht das einzige Großereignis, von dem sich die Stadt Lüttich einen gewissen Werbeeffekt erhofft.

„Unser Ziel ist es, Lüttich und seine Umgebung international bekannter zu machen”, betonte Georges Pire, Regierungsmitglied der Provinz Lüttich.

Im kommenden Jahr ist die „Cité Ardente” Austragungsort des Prologs der Tour de France. Dann werden die Blicke von Millionen TV-Zuschauern aus der ganzen Welt auf Lüttich gerichtet sein.