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„Wichtig und ermutigend“: Sternsinger-Aktion im Aachener Dom eröffnet

„Wichtig und ermutigend“ : Sternsinger-Aktion im Aachener Dom eröffnet

Der Dom zu Aachen im Zeichen von Corona: Mit nur zwölf Sternsingern, die in dem Gotteshaus verteilt standen, ist die Aktion eröffnet worden. Bischof Dieser und NRW-Ministerpräsident Laschet würdigten das Engagement der Kinder.

Sternsinger tragen eine Krone – und in diesem Jahr auch einen Mundschutz: Im Aachener Dom ist am Dienstag unter Corona-Bedingungen das 63. Dreikönigssingen eröffnet worden. Ursprünglich sollten 1200 Kinder daran teilnehmen, dann wurde die Zahl auf 120 verringert, am Schluss konnten nur 12 Jungen und Mädchen mitmachen. Bei dem katholischen Brauch sammeln im ganzen Bundesgebiet als Könige verkleidete Jungen und Mädchen viele Millionen Euro an Spenden für andere Kinder. Zu Jahresbeginn 2020 waren über 52 Millionen Euro zusammengekommen.

Doch das Sternsingen findet in diesem Jahr wegen der Corona-Beschränkungen unter völlig anderen Bedingungen statt. „Von Haustür zu Haustür, das geht jetzt nicht“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, der Chef von „Die Sternsinger“, dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Stattdessen sind die Sternsinger digital und auf Abstand unterwegs. Die Aktion wurde um zwei Wochen bis zum 2. Februar 2021 verlängert.

Geplant sind lebendige Krippen in Gottesdiensten, Videobotschaften etwa für Altenheime und das Verteilen von Briefen mit dem Segensspruch „C+M+B“. „Wir sind fasziniert von dem, was alles entsteht“, erklärte Bingener.

Die Eröffnung war vor allem ein digitales Ereignis. Der vom Aachener Bischof Helmut Dieser geleitete Gottesdienst wurde im Internet übertragen. „Ihr seid ja alle online dabei“, sagte der Bischof und würdigte das Engagement der Sternsinger. Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) lobte in seiner Heimatstadt Aachen in einer Videobotschaft die Kinder. Ihr Einsatz sei ein „wichtiges und ermutigendes“ Zeichen christlicher Zuwendung.

An der Aktion beteiligen sich nach Angaben des Kinderhilfswerks 300.000 Kinder und 10.000 Pfarrgemeinden. Das Leitwort lautet: „Heller denn je – Die Welt braucht eine frohe Botschaft“. In diesem Jahr sollen Spenden vor allem Kindern in der Ukraine zugute kommen, deren Eltern weit weg sind, um in Ländern wie Deutschland und Polen zu arbeiten.

Traditionell gehen Sternsinger von Tür zu Tür, um Segenswünsche zu bringen. Sie hinterlassen den Segensspruch C+M+B an den Haustüren. Das steht für den lateinischen Satz „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus).

(dpa)