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Karfreitag 2023: Ist Karfreitag ein Feiertag?

Bedeutung und Brauchtum : Ist Karfreitag ein Feiertag?

Der Freitag vor Ostern heißt Karfreitag. Doch woher kommt der Name und welche Bedeutung hat der Tag?

Datum: Wann ist Karfreitag 2023?

Karfreitag ist der Freitag vor Ostern. Im Jahr 2022 fällt Karfreitag auf den 7. April 2023. Er folgt damit auf den Gründonnerstag am 6. April 2023.

Karfreitag kann frühestens auf den 20. März und spätestens auf den 23. April fallen.In den kommenden Jahren findet Karfreitag an den folgenden Terminen statt:

  • 2023: 7. April
  • 2024: 29. März
  • 2025: 18. April

Hintergrund: An was wird Karfeitag erinnert?

Karfreitag ist im Christentum einer der höchsten Feiertage, an dem Christen an das Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz erinnern. Nach Überlieferung aus der Bibel wurde Jesus am Karfreitag auf dem Hügel Golgatha im heutigen Jerusalem ans Kreuz genagelt und starb. Karfreitag gehört damit zu den drei heiligen Tagen von Leiden, Tod und Auferstehung, die am Ostersonntag enden.

Nach christlichem Glauben nahm Jesus mit seinem Kreuztod freiwillig die Schuld aller Menschen auf sich.

Bedeutung: Woher kommt der Name Karfreitag?

Das „Kar“ im „Karfreitag“ leitet sich aus dem Althochdeutschen ab. „Kara“ bedeutet demnach so viel wie Trauer oder Wehklage. Somit symbolisiert der Name die Trauer um den Tod Jesu.

Bräuche: Welche Bräuche gibt es an Karfreitag?

Karfreitag ist in der römisch-katholischen Kirche ein Fastentag. Christen essen an Karfreitag häufig kein Fleisch, stattdessen wird an diesem Tag oft Fisch zubereitet.

Am Karfreitag wird die Kirche nicht geschmückt, der Altar ist verhangen, es gibt keine Musik und die Glocken läuten nicht. Eine Heilige Messe findest an Karfreitag nicht statt. Gläubige kommen am Nachmittag um 15 Uhr - der überlieferten Todesstunde Jesu - nur zu einem einfachen Wortgottesdienst zusammen, um an den Tod Jesu zu erinnern.

Ist Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag?

Karfreitag ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Es ist einer von neun gesetzlichen Feiertagen, die in jedem Bundesland gelten.

Karfreitag ist außerdem ein stiller Feiertag, weshalb Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen gelten - zum Beispiel ein Tanzverbot. Dabei gelten in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Uhrzeiten:

  • Baden-Württemberg: ganztägiges Tanzverbot
  • Bayern: ganztägiges Tanzverbot
  • Berlin: 4 - 21 Uhr
  • Brandenburg: ganztägiges Tanzverbot
  • Bremen: 6 - 21 Uhr
  • Hamburg: 2 - 24 Uhr
  • Hessen: ganztägiges Tanzverbot
  • Mecklenburg-Vorpommern: ganztägiges Tanzverbot
  • Niedersachsen: ganztägiges Tanzverbot
  • Nordrhein-Westfalen: ganztägiges Tanzverbot
  • Rheinland-Pfalz: ganztägiges Tanzverbot
  • Saarland: ganztägiges Tanzverbot
  • Sachsen: ganztägiges Tanzverbot
  • Sachsen-Anhalt: ganztägiges Tanzverbot
  • Schleswig-Holstein: 2 - 24 Uhr
  • Thüringen: ganztägiges Tanzverbot
(nina)