Landessynode in Bonn: Evangelische Kirche im Rheinland verstärkt Finanzausgleich

Landessynode in Bonn : Evangelische Kirche im Rheinland verstärkt Finanzausgleich

Die Evangelische Kirche im Rheinland verstärkt ihren Finanzausgleich zwischen armen und reichen Kirchengemeinden.

Das hat die Landessynode der Kirche am Samstag in Bonn beschlossen. „Es wird gerechter“, sagte Kirchensprecher Jens Peter Iven.

Bis zum Jahr 2023 sollen durch den Ausgleich Gemeinden mit geringerem Kirchensteueraufkommen 97 Prozent des Durchschnittsbetrags zukommen, den die Mitglieder an Kirchensteuern im Rheinland zahlen.

Ab dem Haushaltsjahr 2020 steige der Betrag um je 0,5 Prozentpunkte. Damit steigt das den Kirchengemeinden garantierte Pro-Kopf-Aufkommen von derzeit 95 auf 97 Prozent des Durchschnittsbetrags.

Der Finanzausgleich soll gewährleisten, dass Kirchengemeinden und Kirchenkreise ihre Aufgaben unabhängig von ihrem Kirchensteueraufkommen erfüllen können. 2023 soll erneut über eine Reform der Kirchensteuerverteilung entschieden werden.

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ist das oberste Leitungsgremium der mit mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern zweitgrößten Landeskirche in Deutschland. Die Synode umfasst 37 Kirchenkreise in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland.

(dpa)