1. Region

Ermittlungen: Bisher keine Bezüge des Verdächtigen im Fall Maddie nach NRW

Ermittlungen : Bisher keine Bezüge des Verdächtigen im Fall Maddie nach NRW

Im Fall der verschwundenen dreijährigen Madeleine „Maddie“ McCann aus Großbritannien haben die Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) bisher keine Hinweise auf Bezüge des Tatverdächtigen nach Nordrhein-Westfalen. Das sagte ein LKA-Sprecher am Freitag auf Anfrage.

Am Mittwoch hatten Bundeskriminalamt (BKA) und Staatsanwaltschaft Braunschweig bekannt gegeben, dass der Deutsche im Fall Maddie unter Mordverdacht steht. Er sitzt derzeit in Kiel eine alte Haftstrafe ab, die das Amtsgericht Niebüll bereits 2011 gegen ihn verhängt hatte. Dabei ging es um Handel mit Betäubungsmitteln.

Parallel ist wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn Untersuchungshaft angeordnet. Denn zuletzt verurteilte ihn das Landgericht Braunschweig im Dezember 2019 wegen schwerer Vergewaltigung unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft.

Nach Angaben der Ermittler lebte der Beschuldigte aus Braunschweig zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve. Immer wieder pendelte er zwischen Deutschland und Portugal. Nach einem Bericht der Magdeburger „Volksstimme“ geriet er 2016 wegen eines anderen Falls auch in Sachsen-Anhalt in den Fokus der Ermittler: Dort hatte man auf einem Grundstück des Verdächtigen kinderpornografisches Material gefunden.

(dpa)