Köln: Bettensteuer macht Hotels in Köln zu schaffen

Köln: Bettensteuer macht Hotels in Köln zu schaffen

Dem Kölner Hotelgewerbe macht offenbar die vor einem Jahr erlassene „Bettensteuer” zu schaffen.

Wie der Branchenverband Dehoga Nordrhein am Donnerstag mitteilte, verlor die Hotellerie am Standort Köln in den ersten zwei Monaten dieses Jahres beim Umsatz 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Außer Berlin und Bremen erleben alle anderen deutschen Standorte wohl Zuwächse - auch Düsseldorf mit 20,6 Prozent und Bonn und Umgebung mit einem Plus von 17,8 Prozent

Köln hatte als bundesweit erste Stadt vor einem Jahr die „Bettensteuer” beschlossen. Demnach müssen Hotels und Pensionen fünf Prozent ihrer Netto-Erlöse aus Übernachtungen an die Stadt überweisen. Das so eingenommene Geld wird in die Kulturförderung gesteckt. Die Abgabe wurde von der Stadtratsmehrheit von SPD und Grünen beschlossen und ist weiterhin umstritten.

Die Kölner Hotellerie laufe nun dem allgemeinen Aufschwung und den Marktpreisen anderer Konkurrenzstädte hinterher, ohne Chancen diese aufzuholen, klagte ein Sprecher der Dehoga: „Wir sehen unseren Kongress- und Tagungsmarkt bereits in andere Städte abwandern, nehmen als Hotellerie und Gesamtstandort Köln am allgemeinen Wirtschaftsaufschwung nicht teil und verlieren Marktanteile in unseren stärksten Bereichen.”