Betriebe in der Region und NRW investieren mehr Geld in Umweltschutz

1,46 Milliarden Euro : Betriebe in der Region und NRW investieren mehr Geld in Umweltschutz

Industriebetriebe in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2017 1,46 Milliarden Euro in den Umweltschutz investiert. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Anstieg von 24,4 Prozent. Auch in der Region haben Betriebe knapp vier Millionen Euro mehr ausgegeben.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Freitag veröffentlichte, ist auch der Anteil der Investitionen für Umweltschutz gestiegen. Waren es im Jahr 2016 noch 8,6 Prozent der Gesamtinvestitionen der Industriebetriebe, die für Umweltschutz benutzt wurden, waren es im Jahr 2017 schon 9,6 Prozent.

Der Großteil der Investitionen entfiel auf Maßnahmen für die Abwasserwirtschaft (54,3 Prozent). Darauf folgten der Klimaschutz (17,4 Prozent), die Abfallwirtschaft (12,1 Prozent) und die Luftreinhaltung (11,6 Prozent). Die sonstigen Aufwendungen wurden für den Schutz und Sanierung von Boden, Grund und Oberflächenwasser (1,8 Prozent), Lärm- und Erschütterungsschutz (1,7 Prozent) sowie für den Arten- und Landschaftsschutz (1,1 Prozent) getätigt.

In der Region haben sich die Ausgaben für den Umweltschutz im Vergleich zum Jahr 2016 in der Städteregion Aachen (plus 9,34 Millionen Euro) und im Kreis Heinsberg (plus 6,39 Millionen Euro) erhöht. Nur im Kreis Düren haben Industriebetriebe 11,86 Millionen Euro weniger ausgegeben. Alle drei Landkreise beteiligten sich zusammen mit 64,81 Millionen Euro am Umweltschutz, das sind 3,87 Millionen Euro mehr als im Jahr 2016, liegt aber immer noch deutlich hinter dem Jahr 2014, in dem 78,16 Millionen Euro investiert wurden.

Insgesamt befinden sich meisten Betriebe mit Investitionen für den Umweltschutz in der Städteregion Aachen (65 von 297 Betrieben), gefolgt vom Kreis Düren (46 von 201 Betrieben) und dem Kreis Heinsberg (37 von 156 Betrieben).

In NRW ist der Spitzenreiter bei Industriebetrieben mit Investitionen für den Umweltschutz die Stadt Essen. Jeder Betrieb hat dort im Jahr 2017 im Durchschnitt 3,83 Millionen Euro für den Umweltschutz ausgegeben. Leverkusen mit 2,44 Millionen Euro und Köln mit 1,76 Millionen Euro landen auf den Plätzen dahinter.

Die Region landet im landesweiten Vergleich im Mittelfeld mit im Durchschnitt 469.587 Euro pro Industriebetrieb in der Städteregion Aachen (Platz 17), 449.152 Euro im Kreis Düren (Platz 21) und 334.189 Euro im Kreis Heinsberg (Platz 26). Deutlich schlechter stehen die Schlusslichter Olpe (88.079 Euro), der Ennepe-Ruhr-Kreis (155.948 Euro) und Remscheid (162.379 Euro) da. Auch der Kreis Euskirchen landet mit 164.875 auf den hinteren Plätzen. Für Duisburg, Hagen, Hamm, dem Märkischen Kreis und Mülheim an der Ruhr gab es im Jahr 2017 keine Gesamtdaten.

Zu den Investitionen für den Umweltschutz zählen laut Definition von IT.NRW jene Aufwendungen, „die eine Verringerung oder Vermeidung von schädlichen Emissionen in die Umwelt bewirken oder dazu beitragen, den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren.“

(jas)
Mehr von Aachener Nachrichten