Maastricht: Besuch in Maastricht: Chinesen informieren sich über pränatale Diagnostik

Maastricht : Besuch in Maastricht: Chinesen informieren sich über pränatale Diagnostik

Eine Delegation von 300 chinesischen Krankenhausdirektoren wird in Maastricht erwartet, um sich über spezielle Fortpflanzungstechniken zu informieren.

Laut einem Bericht der niederländischen Tageszeitung „De Limburger“ interessieren sich die Chinesen vor allem für die In-Vitro-Fertilisation, also die Befruchtung von Eizellen in Reagenzgläsern und spätere Einpflanzung von Embryos in die Gebärmutter.

Die Universitätsklinik in Maastricht gilt als federführend in der pränatalen PGD-Diagnostik, die verhindern soll, dass Embryos mit genetischen Abweichungen eingesetzt werden. Seit dem Ende der Ein-Kind-Politik in China besteht dafür in China ein großer Bedarf, weil viele Frauen um die 40 Jahre noch ein zweites Kind bekommen wollen. Das kommunistische Regime in China hatte die Ein-Kind-Regel 1979 eingeführt, um zu verhindern, dass die Bevölkerung zu schnell wächst.

Das Brightlands China Center Maastricht untersucht nun, ob man ein entsprechendes Zentrum in dem asiatischen Riesenland errichten kann.

Erste Kontakte waren bei einem Besuch von Ministerpräsident Mark Rutte im April geknüpft worden. Auch eine Zusammenarbeit mit einem Krebszentrum in der Partnerstadt Chengdu soll vertieft werden. Die Ärzte sollen auf europäischen Standard gebracht werden, um das Leben der Patienten zu erleichtern.

Unter dem Namen Brightlands sind in der Provinz Limburg vier Campus-Projekte aktiv, in der Forschung, Lehre, Unternehmen und Behörden eng zusammenarbeiten. Im Maastricht Health Campus wird vor allem medizinische Biotechnologie entwickelt, in Heerlen geht es um Informationstechnologie und Big Data, in Sittard-Geleen um innovative Materialien und in Venlo vor allem um gesunde Ernährung.

(hau)
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