Köln: Besetztes Haus: Räumung verzögert sich

Köln: Besetztes Haus: Räumung verzögert sich

Die Räumung eines besetzten Hauses im Kölner Stadtteil Kalk verzögert sich weiter. Pünktlich um 12.00 Uhr war die Kölner Polizei am Donnerstag mit Einsatzhundertschaften und Wasserwerfern vor dem Gelände angerückt.

Zuvor hatte sie bereits den Zugang zu dem Gebäude abgeriegelt und Straßen für den Verkehr gesperrt. Der von den Beamten bereits offiziell mitgeteilte Beginn der Räumung wurde eine halbe Stunde später aber wieder zurück gezogen. Als Grund wurde eine „Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den beteiligten Parteien” genannt.

Die Besetzer hatten zuvor noch mit Vertretern der Sparkasse Köln-Bonn als Eigentümerin über einen möglichen Nutzungsvertrag für das ehemalige Kantine eines Industriebetriebs verhandelt. Sie wollten aber nicht auf die Forderung eingehen, bis zum Abschluss eines solchen Vertrages das Gelände freiwillig zu räumen.

Sprecher des „Autonomen Zentrums” versicherten, sie wollten keine Gewalt anwenden. Ein Polizeisprecher erläuterte, man müsse im Zweifel den Räumungsbeschluss des Amtsgerichts durchsetzen, der von der Sparkasse erwirkt worden war. Wer von den Besetzern nicht freiwillig gehe, müsse damit rechnen in Gewahrsam genommen zu werden.

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