Sieben Schwerverletzte: Bereits 21 Unfälle mit E-Scootern in Köln

Sieben Schwerverletzte : Bereits 21 Unfälle mit E-Scootern in Köln

Nach zahlreichen Unfällen mit E-Scootern in den ersten Wochen seit der Freigabe für den Verkehr will die Kölner Polizei gemeinsam mit Verleihfirmen Maßnahmen ergreifen.

Bis Ende Juli seien in Köln bereits 21 Unfälle mit E-Tretrollern aufgenommen worden, teilte die Polizei der größten NRW-Stadt am Freitag mit. In 20 davon waren die E-Scooter-Fahrer auch die Verursacher der Unfälle. Die Bilanz: sieben Schwer- und 14 Leichtverletzte.

Die hohe Unfallzahl liege vor allem daran, dass die E-Scooter oft betrunken oder zu zweit genutzt würden, hieß es von der Polizei. Man gehe zudem von einer hohen Dunkelziffer aus, da nicht jeder Unfall der Polizei bekannt werde.

Darüber hinaus beklagt das Präsidium, dass beim abendlichen Einsammeln der Roller häufig Fahrradwege blockiert würden oder die geladenen Gefährte nicht ausreichend gesichert seien. E-Scooter dürfen seit Mitte Juni in Deutschland am Straßenverkehr teilnehmen.

Großer Spaß oder Gefahr? Der Trend mit den E-Scootern

Polizeidirektor Werner Gross erklärte: „Es darf niemand ernsthaft zu Schaden kommen, wenn die Chance besteht, dies zu verhindern.“ Aus diesem Grund arbeitet die Kölner Polizei nun mit den Verleihfirmen Lime und Circ sowie der Stadt zusammen, um Nutzer besser zu sensibilisieren und zu warnen. Lime kündigte Fahrtrainings an, die den Umgang mit E-Scootern vermitteln sollen.

(dpa)
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