Arbeiten beendet: Belgische Atomaufsicht gibt grünes Licht für Tihange 3

Arbeiten beendet: Belgische Atomaufsicht gibt grünes Licht für Tihange 3

Die belgische Atomaufsichtsbehörde Fanc hat das Wiederanfahren des Kernkraftmeilers Tihange 3 erlaubt. Die Arbeiten an dem Meiler seien so gut verlaufen, dass eine Wiederinbetriebnahme von Tihange 3 sicher gewährleistet sei, teilte die Behörde mit.

Anfang Januar schon will Betreiber Engie-Electrabel wieder mit dem Reaktor Strom produzieren. Ursprünglich – im schlechtesten Fall – hätte die Wiederinbetriebnahme erst Anfang März stattfinden sollen. Für Belgien ist das eine gute Nachricht, da der Strom in der kalten Jahreszeit besonders gebraucht wird. Derzeit werden mit Tihange 3 vier Meiler gewartet oder repariert.

In Tihange 3 waren neben einem Verschleiß des Betons im Juli bei Untersuchungen zusätzlich Fehlstellungen (Anomalien) im Betonboden entdeckt worden. Genauer: Die Stahlverstärkungen im Beton befinden sich nicht an den in den Bauplänen vorgesehenen Stellen. Der marode Beton befindet sich nicht im Reaktor, sondern in einem Nebengebäude. Dort befinden sich wichtige Sicherheitssysteme. Bei extremen Ereignissen wie Flugzeugabstürzen oder Erdbeben könnte die Sicherheit gefährdet sein, erklärte Fanc-Sprecher Erik Hulsbosch unserer Zeitung damals.

Die Fanc haben die Reparaturarbeiten aus diesem Grund auch sehr streng überwacht, heißt es weiter. „Jetzt entspricht das Gebäude wieder den Sicherheitsbestimmungen“, teilte die Fanc mit. Die Anomalien hätten sich bei genauer Betrachtung aber als weniger gravierend als befürchtet erwiesen. Engie-Elecrabel habe beweisen können, dass die Stabilität garantiert sei.

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