1. Region
  2. Belgien

Hohes Fieber: Zwölfjährige aus Belgien stirbt am Coronavirus

Hohes Fieber : Zwölfjährige aus Belgien stirbt am Coronavirus

In Belgien ist ein zwölfjähriges Mädchen am Coronavirus gestorben. Nach derzeitigem Stand ist das Mädchen aus Gent das jüngste Todesopfer in Europa.

Belgien steht unter Schock. Das bislang jüngste Opfer des Coronavirus in Europa ist die zwölfjährige Rachel aus Gent. Zu dem Schock über den Tod des Mädchens kommen Fragen, warum die Notrufzentrale keinen Rettungswagen zu der Familie schickte, als die anrief.

Nach Berichten der Tageszeitung „Sud Info“ war Rachels Mutter mit ihr zum Arzt gegangen, weil sich das Mädchen unwohl fühlte. Der habe die Familie wieder nach Hause geschickt, wie ein Freund der Familie der Zeitung berichtete. Rachel befand sich in Quarantäne und sollte sich erholen.

Es habe ganz den Anschein gemacht, als ging es dem Mädchen besser. „Sie aß, spielte, schaute Fernsehen wie es alle Kinder machen“, sagte der Freund der Familie weiter. Innerhalb von drei Tagen habe sich der Gesundheitszustand Rachels aber massiv verschlechtert. Sie habe extrem hohes Fieber gehabt.

Als es Rachel immer schlechter ging, versuchte die Familie, die laut einem Bericht von „La Libre“ kein eigenes Auto besitzt, einen Rettungswagen zu rufen. Doch nichts passierte. Die Notrufzentrale erklärte sich: Der Anruf sei „unverständlich“ gewesen. Die Anrufer hätten „durcheinander geschrien“. Weder habe man verstehen können, was das Problem sei, noch wo sich die Anrufer befinden, heißt es weiter. Die Notrufzentrale habe mehrfach versucht, zurückzurufen, habe aber niemanden erreicht. Aus dem Grund sei kein Rettungswagen geschickt worden.

Die verzweifelte Familie bat in der Zwischenzeit der Nachbarn, Rachel ins Krankenhaus zu fahren. Doch dann starb die Zwölfjährige am Montag. Das Mädchen habe keine Vorerkrankung gehabt, teilten die Behörden mit. Ein Coronavirus-Test an dem toten Mädchen sei positiv gewesen.

Die Behörden untersuchen jetzt, warum die Notrufzentrale keinen Wagen schickte. Schließlich hätte man das Festnetztelefon problemlos orten können.

Anmerkung der Redaktion: Zunächst hatten wir berichtet, dass das Mädchen am Samstag verstorben sei. Dies war ein Fehler. Sie ist am Montag gestorben.

(mgu)