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Vater unter Verdacht: Zwei Kinder in Ostbelgien angeschossen

Vater unter Verdacht : Zwei Kinder in Ostbelgien angeschossen

Nachts ruft ein Vater im Städtchen Dison unweit der deutschen Grenze die Polizei. Seine Kinder müssen mit Schussverletzungen ins Krankenhaus. Was ist passiert?

In Ostbelgien sind zwei Kinder zuhause angeschossen und schwer verletzt worden - wohl aus Versehen vom eigenen Vater. Bis Sonntag waren die beiden neun und zwölf Jahre Jungen immerhin außer Lebensgefahr, wie belgische Medien berichteten.

Der Vater sei polizeibekannt und vorläufig festgenommen worden, sagte Staatsanwalt Gilles de Villers Grand Champs dem Sender RTL Info. Bei einer Durchsuchung der Wohnung in Dison – rund 30 Kilometer südwestlich von Aachen – seien vier Schusswaffen gefunden worden, darunter auch die abgefeuerte Waffe.

In der Wohnung hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Nacht zum Samstag drei Kinder mit der Waffe gespielt. Dabei löste sich demnach ein Schuss, der aber niemanden verletzte. Als der Vater eingriff, fiel offenbar ungewollt ein weiterer Schuss, der die beiden hintereinander stehenden Söhne verletzte, wie der Staatsanwalt der Nachrichtenagentur Belga sagte. Das dritte Kind blieb unverletzt.

Nach Angaben des Staatsanwalts rief der Vater selbst die Polizei, ein Onkel der Kinder brachte diese verletzt ins Krankenhaus. Beide Männer wurden zunächst festgenommen, der Onkel aber später freigelassen und entlastet, wie der Sender RTBF meldete. Der Vater werde hingegen des illegalen Waffenbesitzes und der fahrlässigen Körperverletzung verdächtigt. Warum der Vater schon einmal aktenkundig wurde, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit.

(dpa)