Gegen Pflanzensortenrechte verstoßen: Obstbauer muss nach Gerichtsurteil knapp 4000 Bäume fällen

Gegen Pflanzensortenrechte verstoßen : Obstbauer muss nach Gerichtsurteil knapp 4000 Bäume fällen

Ein Obstbauer aus der belgischen Provinz Limburg muss nach einem Gerichtsurteil knapp 4000 Birnbäume fällen. Der Grund: Er habe bei der Pflanzung gegen Pflanzensortenrechte verstoßen.

Auch im Obsthandel gibt es das Recht des geistigen Eigentums. Das hat der Obstbauer aus dem Haspengau in der flämischen Provinz Limburg wohl nicht ausreichend bedacht. Der Obsterzeuger nutzte Veredlungen eines anderen Erzeugers ohne dessen Erlaubnis, wie belgische Medien berichten.

Dabei handelt es sich allerdings um die Frühbirnensorte Corina, eine geschütze Marke. Bereits 2018 wurde ein ähnliches Urteil vom Berufungsgericht Antwerpen beschlossen. Dementsprechend dürfen laut dem Nachrichtenportal Fresh Plaza nur zwei Betriebe die Birnensorte exklusiv vertreiben.

Des aktuellen Urteils zufolge muss der Obstbauer nun die 3870 Birnenbäume roden. Der Rechtsanwalt des Erzeugers hat gegen die Gerichtsentscheidung Widerspruch eingelegt.

(cwo)