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Durchfahrtsverbot im Hohen Venn: Belgien will Einreisende strikter kontrollieren

Durchfahrtsverbot im Hohen Venn : Belgien will Einreisende strikter kontrollieren

Belgien will Einreisende ab Neujahr verstärkt kontrollieren, um Quarantänepflichten in der Corona-Krise durchzusetzen. Außerdem soll dem Ansturm von Touristen im Hohen Venn mit Durchfahrtsverboten gestoppt werden.

Schnee in der Eifel hat in den vergangenen Tagen sowohl auf der deutschen als auch auf der belgischen Seite zu einem Ansturm von Touristen geführt. Belgien reagiert mit Gegenmaßnahmen: Am 1. Januar wurden um 8 Uhr alle öffentlichen Parkplätze im belgischen Hohen Venn gesperrt. Außerdem sollte die Durchfahrt von 8 bis 17 Uhr verboten werden.

Ausgenommen davon sind Rettungskräfte und der öffentliche Nahverkehr. Die Maßnahmen sollen zunächst bis zum 3. Januar gelten, wie der Lütticher Provinzgouverneur Hervé Jamar bekanntgab. Das Grenzecho hatte darüber berichtet.

Außerdem sollen Einreisende stärker kontrolliert werden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag unter Berufung auf die Bundespolizei. An Grenzübergängen an Autobahnen, an Bahnhöfen und Flughäfen soll die Polizei stichprobenartig überprüfen, ob Einreisende das nötige Formular ausgefüllt haben. Ausländer, die aus roten Zonen nach Belgien kommen, müssen zudem einen frischen, negativen PCR-Test vorlegen.

Die belgische Regierung hatte angekündigt, dass von Donnerstag an alle Rückkehrer aus ausländischen roten Zonen mit hohen Infektionszahlen in Belgien in Quarantäne müssen. Sie müssen zudem am ersten und am siebten Tag der Quarantäne einen Coronavirus-Test machen. Ausgenommen sind Reisende, die weniger als 48 Stunden in einer roten Zone im Ausland waren.

Das kleine Belgien mit rund 11,5 Millionen Einwohnern hatte im Herbst zeitweise pro Kopf die höchsten Corona-Infektionszahlen in Europa und täglich 15.000 neue Fälle oder mehr. Strikte Beschränkungen haben die Ausbreitung gebremst. Zuletzt registrierte das Land durchschnittlich 1790 neue Ansteckungen pro Tag, wie das Gesundheitsinstitut Sciensano am Donnerstag mitteilte. Die Regierung hatte schon vor Wochen dringend vor Reisen ins Ausland gewarnt, weil Rückkehrer das Virus mitbringen könnten.

(dpa/red)