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Corona-Krise: Belgien begrenzt enge Kontakte weiter auf fünf Personen

Corona-Krise : Belgien begrenzt enge Kontakte weiter auf fünf Personen

Belgien verlängert seine strikten Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise um einen Monat. Noch bis Ende September gelte eine „soziale Blase“ von fünf Personen, zu denen Belgier außerhalb des eigenen Haushalts engeren Kontakt haben dürften.

Das sagte Premierministerin Sophie Wilmès am Donnerstag. Alle müssten wachsam bleiben, betonte die liberale Politikerin.

Zugleich lockerte der Nationale Sicherheitsrat in Brüssel einige Einschränkungen. So soll das Einkaufen ab Montag wieder grundsätzlich zu zweit und ohne Zeitbeschränkung erlaubt sein. Zuletzt war dies wegen steigender Infektionszahlen nur alleine und für maximal 30 Minuten erlaubt. Zudem werden wieder doppelt so viele Zuschauer wie bisher zu Veranstaltungen zugelassen - in geschlossenen Räumen bis zu 200, im Freien bis zu 400. Bei Beerdigungen werden 50 Gäste erlaubt.

Wegen stark steigender Coronavirus-Infektionszahlen hatte Belgien die Corona-Regeln Ende Juli wieder stark verschärft. Dies habe sich als wirksam erwiesen, sagte Wilmès nun. „Aber das Virus zirkuliert noch immer.“ Die 45-Jährige sprach von einer „Tendenz der Stabilisierung“. Die Reproduktionsrate liege bei 0,9 - eine infizierte Person steckt im Schnitt also weniger als eine weitere an.

Allerdings sind die Infektionszahlen innerhalb des Elf-Millionen-Einwohner-Landes sehr verschieden. Insbesondere die Hauptstadt Brüssel war zuletzt zum Corona-Hotspot geworden. Dort gilt deshalb überall im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht.

(dpa)