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Alkoholisiert: Beißender Fahrgast im Regionalexpress

Alkoholisiert : Beißender Fahrgast im Regionalexpress

Eine Fahrscheinkontrolle in einem Regionalexpress zwischen Köln und Aachen ist am Sonntagabend eskaliert.

Bei einer Fahrscheinkontrolle im Regionalexpress 1 zwischen Köln und Aachen zog ein 21-jähriger Fahrgast seinen Mund-Nasen-Schutz herunter, berichtet die Bundespolizei. Demnach machte er keine Anstalten, ihn wieder aufzusetzen. Nachdem der Zugbegleiter festgestellt hatte, dass der Mann ohne gültigen Fahrausweis unterwegs war, schlug dieser ihm mit der Faust gegen die Schulter.

Gemeinsam mit einem weiteren Fahrgast gelang es dem Zugbegleiter dann, den 21-Jährigen festzuhalten. Dabei wurden beide in die Hand gebissen und eine Brille ging zu Bruch.

Am Aachener Hauptbahnhof kam die alarmierte Bundespolizei dem Zugbegleiter schließlich zur Hilfe. Weil der offensichtlich angetrunkene Randalierer Widerstand gegen die Maßnahme der Beamten zeigte, wurde er fixiert und zur Wache gebracht. Hier wurde ein Alkoholtest durchgeführt, der einen Wert von 1,58 Promille aufwies.

Der Betroffene wurde wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Nötigung, Sachbeschädigung und Verstoß gegen die Coronavirus-Schutzverordnung angezeigt. Nach seiner Ausnüchterung konnte er die Dienststelle verlassen.

Haftbefehle vollstreckt

Bereits am Morgen wurde am Aachener Hauptbahnhof ein 44-Jähriger festgenommen. Er wurde laut Bundespolizei wegen mehrerer Eigentums- und Gewaltdelikte gesucht. Insgesamt lagen vier Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Köln vor.

Wegen der genannten Strafsachen muss der Mann nun eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten absitzen. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Aachen gebracht.

Begleitet wurde er von einer 37-Jährigen mit einem drei Monate alten Kind. Sie war aus einer Mutter-Kind-Einrichtung mit ihrem Kind geflüchtet und zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.

Das Kind wurde in die Obhut des Jugendamtes Aachen gegeben. Die Mutter konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Weiterreise antreten.

(red/pol)