Euskirchen: Behälter mit radioaktivem Material löst Großeinsatz aus

Euskirchen : Behälter mit radioaktivem Material löst Großeinsatz aus

Ein Metallbehälter mit der Aufschrift „Radioaktiv - Uran” hat am Donnerstagmorgen gegen 9:40 Uhr in Euskirchen einen Großeinsatz ausgelöst. Er war am Morgen bei Bauarbeiten in der Garage eines Gebäudes in der Viktoriastraße gefunden worden, das zum Abriss vorgesehen ist. Schnell stellte sich heraus: Er enthielt tatsächlich radioaktives Material.

Der Einsatz in der Viktoriastraße in Euskirchen ist beendet. Die Polizei Euskirchen kann Entwarnung geben. Es handelt es sich bei dem verdächtigen Gegenstand um ein altes Präparat aus der Medizintechnik.

„Radioaktiv - Uran” stand auf dem Behälter, der in dem Abrissgebäude gefunden wurde. Etwa 100 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt riegelten das Gelände ab. Im Bild untersuchen Feuerwehrleute in Schutzanzügen den Gegenstand. Foto: Sebastian Klemm/dpa

Wie die Polizei mitteilte, ergaben Messungen von Feuerwehr und Mitarbeitern des Fraunhofer-Instituts, dass der Metallbehälter „schwach-strahlendes, radioaktives Material“ enthielt, das von der Feuerwehr gesichert und zur Übergabe an die entsprechende Landessammelstelle für radioaktive Abfälle in Jülich vorbereitet wird.

Die Einsatzleitung teilte mit, dass deshalb auch im näheren Umfeld keine Gefahr für die Anwohner bestand — eine Evakuierung war nicht erforderlich.

Der Gefahrenbereich wurde für die Zeit der Ermittlungen von Polizei, Feuerwehr und Ordnungamt abgesperrt. Rund 100 Einsatzkräfte waren vor Ort. Feuerwehrleute in Schutzanzügen untersuchten die Umgebung auf Radioaktivität.

Ein strafrechtliches Handeln ist nicht zu erkennen. Die Polizei Euskirchen hat die Ermittlungen eingestellt.

(red/pol)
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