Aachen/Hambach: Baumpatenaktion im Hambacher Forst gegen „Provokation“

Aachen/Hambach : Baumpatenaktion im Hambacher Forst gegen „Provokation“

Die fünf Mitglieder von Umwelt- und Betroffeneninitiativen in der Kohlekommission haben am Montag Baumpatenschaften für alte Bäume im Hambacher Forst übernommen.

Mit ihrer Aktion wollen sie Druck auf die Landes- und Bundesregierung ausüben, um die von RWE angekündigten Rodungen während der laufenden Sitzungen der Kommission zu stoppen und damit eine Eskalation des Konfliktes im Hambacher Forst noch zu verhindern. Den Wald zu roden und Fakten zu schaffen, während eine breit aufgestellte Kommission über die Zukunft der Kohle diskutiert, sei eine „Provokation“ und „reine Machtdemonstration“, sagte etwa Antje Grothus, Buirer für Buir.

Beim Treffen im Hambacher Forst wurden die Vertreter des Innenministeriums NRW, des Ministeriums für Rechtsangelegenheiten, des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, der Stadt Kerpen, des Rhein-Erft-Kreises, der Bezirksregierungen Köln und Arnsberg und des Kreises Düren von Aachens Polizeipräsidenten Dirk Weinspach begleitet. Geschützt wurde die Delegation von Polizeikräften.

Dieser Einsatz diente nicht der Räumung von Baumhäusern oder dem Schutz von Rodungsarbeiten. Die Begehung verlief ohne Zwischenfälle.

(cs)