Das nächste Tief heißt „Franz“: Bahn warnt vor Einschränkungen durch Sturm

Das nächste Tief heißt „Franz“ : Bahn warnt vor Einschränkungen durch Sturm

Das jüngste Sturmtief „Eberhard“ ist noch frisch im Gedächtnis, da tobt bereits „Franz“ durch die Region. Die Bahn warnt in NRW bereits vor Einschränkungen.

Im Bahnverkehr könne es in Nordhessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu Einschränkungen kommen, teilte die Deutsche Bahn mit. Sie bat Reisende, sich vorab etwa unter www.bahn.de/reiseauskunft über die Verbindungen zu informieren. Verkehrsmeldungen twittert die Bahn auch über ihren Account @DB_Info. Informationen über den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen finden sich auf Twitter unter @Regio_NRW.

Sturmtief „Franz“ mit Kern über der Nordsee ziehe bis zum Abend weiter nach Dänemark, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mit. Vor allem im Nordwesten seien deshalb Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 85 Stundenkilometer möglich. Bundesweit könnten diese vereinzelt auch stärker ausfallen und bis zu 100 Stundenkilometer erreichen. Auf dem Brocken kann es in Orkanstärke wehen.

Der DWD-Vorhersage zufolge kommen an diesem Mittwoch oberhalb von 600 bis 800 Metern etwas Neuschnee und Straßenglätte hinzu. Im Norden und Westen – später auch in der Mitte Deutschlands – kann es blitzen und donnern, dabei sind einzelne orkanartige Böen nicht ausgeschlossen, wie der DWD erklärte. Die Höchsttemperaturen liegen demnach zwischen sechs und elf Grad. Auch für den Donnerstag sagte der Wetterdienst für höhere Lagen noch starken Wind voraus.

Zugstrecke im Ruhrgebiet bereits gesperrt

Eine Teilstrecke zwischen Essen und Bochum musste bereits gesperrt werden. Der Regional- und Fernverkehr sei betroffen, einige Züge müssten umgeleitet werden, sagte ein Bahnsprecher am Mittwoch. Der RE6 zwischen Köln und Minden fahre etwa über Gelsenkirchen. Der RE1 halte nicht in Wattenscheid und am Bochumer Hauptbahnhof. Reisende müssten mit Verspätungen von bis zu 20 Minuten rechnen. Wie lange die Sperrung dauert, war zunächst unklar.

An einem 800 Meter langen Abschnitt müssten Bäume gefällt werden, die wegen des Sturms umstürzen könnten. „Die Gefahr ist so groß, dass wir uns entschlossen haben, diese Bäume zu fällen“, sagte der Sprecher. Sie seien durch Sturm und Nässe in den vergangenen Tagen in Schieflage geraten. Erst am Sonntag hatte Sturmtief „Eberhard“ erhebliche Probleme im Bahnverkehr verursacht und vielerorts große Schäden nach sich gezogen.

(dpa/red)