Aufräumen nach Zugunglück auf Gulptalviadukt bei Remersdaal

Remersdaal: Aufräumarbeiten nach dramatischem Zugunglück auf Viadukt

Einen Tag nach dem Eisenbahnunglück auf dem Viadukt im belgischen Remersdaal bei Montzen sind am Mittwoch die Aufräum- und Reparaturarbeiten mit Hochdruck weitergegangen. In der Nacht war es gelungen, ein Gleis zumindest stundenweise freizubekommen. So konnten zwischen 22 Uhr und 7 Uhr einige Güterzüge von und nach Antwerpen die Unfallstelle passieren.

Mit Beginn der Arbeiten am Morgen musste die Oberleitung über beiden Gleisen dann wieder stromlos geschaltet werden. Weil die Deutsche Bahn für den Grenzbahnhof Aachen-West eine bundesweite „Annahmesperre“ verhängt hatte, hielt sich dort das Chaos in Grenzen. Durch diese Maßnahme wurden Güterzüge nach Belgien bereits weit vor Aachen auf Abstellgleise geleitet.

Bis Dienstagabend waren etwa 30 Güterzüge in Aachen-West aufgelaufen, von denen zehn in der Nacht ihre Fahrt fortsetzen konnten. In Gegenrichtung hatte die belgische Eisenbahn eine Umleitungsstrecke über Verviers und Welkenraedt nach Montzen eingerichtet. Die Fahrzeit verlängerte sich dadurch um zwei Stunden.

Am frühen Dienstagmorgen waren auf dem Gulptalviadukt bei Remersdaal drei Waggons eines Zuges mit 36 Neuwagen entgleist und rund 25 Meter tief von der Brücke gestürzt. Der Lokführer hatte eine Notbremsung eingeleitet, als er vor sich auf dem Gleis plötzlich einen anderen Zug stehen sah. Menschen wurden nicht verletzt. Gegen 18 Uhr soll sich entscheiden, ob die Strecke möglicherweise schon am Donnerstag wieder freigegeben werden kann.

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