Wegberg: „Aufbruch in die Freiheit“: Chance für 200 Komparsen in Wegberg

Wegberg : „Aufbruch in die Freiheit“: Chance für 200 Komparsen in Wegberg

Die Stadt Wegberg ist nicht gerade als Zentrum der nationalen Filmszene bekannt. 13 Wassermühlen, eine Menge Wanderwege, die historische Flachsverarbeitung und zwei Golfplätze sind es, die normalerweise die Gäste in die nördlichste Stadt im Kreis Heinsberg ziehen. Von Mitte Juni bis Mitte Juli wird sich dies ändern.

Dann fällt ein Filmteam in die rund 30.000 Einwohner zählende Gemeinde ein. Schauspielerin Anna Schudt, bekannt als „Tatort“-Kommissarin „Martina Bönisch“, und Alwara Höfels, zu sehen etwa in „Fack ju Göhte“, stehen dann für den ZDF-Spielfilm „Aufbruch in die Freiheit“ vor der Kamera.

Bald in Wegberg für das ZDF in „Aufbruch in die Freiheit“ vor der Kamera: die Schauspielerinnen Anna Schudt und Alwara Höfels. Foto: dpa

Gedreht wird in Köln und Wuppertal — und eben in Wegberg, wo auch die Geschichte des 70er-Jahre-Dramas spielt: Die dreifache Mutter Erika Gerlach aus Wegberg wird erneut schwanger. Sie gerät wegen der Familienplanung und Kinder-Erziehung in Streit mit ihrem Ehemann Kurt, verlässt ihn, nimmt die Kinder mit und begreift nach und nach, wie abhängig eine Frau in dieser Zeit von ihrem Mann ist.

Ohne seine Erlaubnis darf sie weder einen Mietvertrag noch einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Erika schließt sich einer Frauenbewegung an und versucht sich gegen den Willen des Mannes ein eigenes Leben aufzubauen.

Wer selbst einmal Filmluft schnuppern möchte, hat dazu bei „Aufbruch in die Freiheit“ Gelegenheit. „Wir suchen über 200 Männer und Frauen zwischen acht und 80 Jahren, optimalerweise aus der Region, die Dorfbewohner, Stadtbewohner, Krankenhauspersonal, Studenten und Demonstranten spielen sollen“, erklärt Gregor Weber von der Casting-Agentur Eick, die ansonsten für verschiedene Kino-Produktionen und für die „Tatorte“ aus Münster, Dortmund und Köln tätig ist.

Das offene Casting ist am kommenden Samstag in Wegberg. „Da der Film Anfang der Siebziger spielt, müssen wir auch auf die Frisuren achten. Die Frauen können lange oder kurze Haare haben, gerne mit Pony. Bei Männern sind Schnäuzer, Bärte und Koteletten super, aber kein Muss“, erklärt Weber. „Im Idealfall sollte ab sofort niemand mehr zum Friseur gehen.“

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