Die K-Frage: Armin Laschet ist kein Wunschkandidat der NRW-Grünen

Die K-Frage : Armin Laschet ist kein Wunschkandidat der NRW-Grünen

Ein möglicher Kanzlerkandidat und CDU-Bundesparteichef Armin Laschet wäre aus Sicht der nordrhein-westfälischen Grünen kein Signal für Schwarz-Grün im Bund.

„Alle Versuche, sich als Ökologe zu tarnen, sind aus unserer Sicht absolut gescheitert“, sagte Landesparteichef Felix Banaszak am Dienstag in Düsseldorf. Bei den Verhandlungen zum Kohle-Ausstieg habe sich der NRW-Ministerpräsident und CDU-Landeschef sogar „auf der Gegenseite“ positioniert.

Die Grünen werfen Laschet vor, er habe sich für die Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 und den Braunkohletagebau Garzweiler stark gemacht statt die Dörfer am Tagebau vor dem Abbaggern zu retten. „Wir stehen in der Landespolitik an vielen zentralen Stellen in sehr starker Opposition zu dieser Landesregierung“, stellte Banaszak fest. Insofern sähe er mit Laschet kein Signal für Schwarz-Grün.

Laschet selbst wollte sich vor der Sitzung der CDU-Landtagsfraktion am Dienstag weder zu eigenen Ambitionen noch zum Zeitplan der CDU für die Nominierung eines neuen Parteichefs und Kanzlerkandidaten äußern. „Müssen wir alles noch besprechen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Derzeit gebe es dazu nichts Neues zu vermelden.

Neben dem 58-jährigen Aachener werden mit Gesundheitsminister Jens Spahn (39) aus Ahaus und dem ehemaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz (64) aus dem Sauerland zwei weitere NRW-Politiker als heiße Anwärter für die Spitzenposten gehandelt. Alle halten sich derzeit bedeckt. Merz hatte am Montagabend bei einem Auftritt im Haus der Siegerländer Wirtschaft auf Nachfragen stoisch wiederholt: „Wir diskutieren die Lage unserer Partei jetzt hinter verschlossenen Türen und nicht in der Öffentlichkeit.“

(dpa)