Syrien-Rückkehrerin aus Köln: Anklage fordert über drei Jahre Haft

Syrien-Rückkehrerin aus Köln : Anklage fordert über drei Jahre Haft

Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch drei Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe für die Syrien-Rückkehrerin Mine K. gefordert.

Die 47-jährige sei „selbstbestimmt“ nach Syrien gereist und habe sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ angeschlossen, sagten die Staatsanwälte am Mittwoch in ihren Plädoyers am Düsseldorfer Oberlandesgericht.

Die Kölnerin Mine K. habe mit der Haushaltsführung den Kampfeinsatz ihres Mannes unterstützt, erklärte die Bundesanwaltschaft. Sie soll zuvor nach islamischem Recht den IS-Kämpfer per Videochat geheiratet haben.

Die Verteidigung nannte die Strafforderung „lebensfremd“. Mine K. habe schon wenige Tage nach Ankunft in Syrien zurückkehren wollen. Dass sie im Haus gekocht und geputzt habe, reiche nicht, um sie zu verurteilen. Die Verteidiger forderten einen Freispruch.

Mine K. sagte unter Tränen: „Mir geht es nicht gut und es wird immer schlimmer.“ Die 47-Jährige aus Köln sei an Brustkrebs erkrankt, so ihre Verteidigung: „Das Leben hat sie genug bestraft.“

Mine K. muss sich seit August in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht verantworten - wegen IS-Mitgliedschaft und Kriegsverbrechen gegen das Eigentum der irakischen Zivilbevölkerung. Bei ihrer Rückkehr nach Deutschland war sie 2018 festgenommen worden.

(dpa)
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