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Probleme werden wachsen: Anhaltende Dürre hat NRW fest im Griff

Probleme werden wachsen : Anhaltende Dürre hat NRW fest im Griff

Wälder sterben ab, Pegel sinken, Landwirte kämpfen mit Ertragseinbußen. Nordrhein-Westfalen sitzt zunehmend auf dem Trockenen. Dürre und Wasserknappheit werden zu zentralen Themen der nächsten Jahrzehnte, sagen Experten.

Nach längerer Dürre-Phase in NRW sind laut Landesumweltamt LANUV mehrere Jahre mit überdurchschnittlichen Regenmengen nötig, um wieder zum Normalzustand zu kommen. Das sagte LANUV-Präsident Thomas Delschen am Mittwoch in Duisburg. Die extreme Trockenheit der vergangenen zweieinhalb Jahre werde sich „nicht kurz- oder mittelfristig“ ausgleichen lassen. Die Dürre hat zu austrocknenden Gewässern, absterbenden Wäldern und Ertragseinbußen für Landwirte geführt.

Laut Jahresbericht 2019 liegt die Niederschlagsmenge schon im elften Jahr in Folge unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Eine Klimaexpertin des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz betonte, aus klimatologischer Sicht sei der Trend eindeutig - man sei daher für die Zukunft wenig optimistisch, „dass sich die Situation grundsätzlich ändert“.

Die Dürre ist nach LANUV-Angaben auch an sinkenden Grundwasserständen ablesbar. Die Talsperren seien derzeit zu etwa 77 Prozent gefüllt. Das halte man noch nicht für kritisch, die Lage müsse aber beobachtet werden. Dürre und Wassermangel werden die zentralen Themen der kommenden Jahrzehnte sein, schilderte Umweltstaatssekretär Heinrich Bottermann (CDU). Es brauche Änderungen beim Thema Flächenversiegelung. Mit der starken Bebauung werden Oberflächen versiegelt, der Regen kann nicht in die Boden einsickern.

(dpa)