Herzogenrath: Anhänger erfasst zwei Männer: Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Herzogenrath: Anhänger erfasst zwei Männer: Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Sieben Monate nach dem tragischen Unfall an der Schütz-von-Rode-Straße hat die Aachener Staatsanwaltschaft Anklage erhoben: gegen den Inhaber des Gartenbauunternehmens aus Übach-Palenberg, das am 13. Oktober 2009 mit Arbeiten in Herzogenrath betraut war und dessen beladener doppelachsiger Anhänger sich bei der Heimfahrt im Nachmittag löste und herrenlos über die stark abschüssige Fahrbahn rollte.

Auf dem Bürgersteig erfasste das Gefährt zwei Männer, bevor es am Pfeiler eines Arkadenbogens zum Stehen kam. Die Unfallopfer, ein 38- und ein 53-Jähriger, hatten kurz vorher eine Gesprächsrunde unterbrochen und waren aus der anliegenden Bauunternehmung auf die Straße getreten, um eine Zigarette zu rauchen.

Der Jüngere erlitt bei dem Aufprall lebensgefährliche Verletzungen, denen er wenig später erlag, der Ältere wurde so schwer verletzt, dass er kurzzeitig ins künstliche Koma versetzt werden musste.

Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung, wie Oberstaatsanwalt Robert Deller am Dienstag mitteilte. Der Gutachter sei nach seiner gründlichen Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass der Anhänger „nicht in Ordnung” gewesen sei. Deller rechnet, mit dem Beginn der Hauptverhandlung in rund sechs Monaten, „wenn alles planmäßig verläuft”. Denn zunächst hat der Angeklagte noch die Möglichkeit zur Stellungnahme und eventuellen Beantragung weiterer Beweiserhebungen.

Er hatte den Kleinlaster gefahren und bei dem Unfall einen schweren Schock erlitten, sodass er seinerzeit ebenfalls notärztlich behandelt werden musste.