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Anhänger der „Bruderschaft Deutschland“ verurteilt

Linken-Politikerin beleidigt : Anhänger der „Bruderschaft Deutschland“ verurteilt

In Düsseldorf treibt seit einiger Zeit eine „Bruderschaft Deutschland“ ihr Unwesen. Einer der Anhänger wurde nun wegen Beleidigung verurteilt.

Wegen Beleidigung einer Ratsfrau der Linken ist ein 45-jähriger Anhänger der „Bruderschaft Deutschland“ in Düsseldorf zu 600 Euro Strafe verurteilt worden. Das teilte eine Gerichtssprecherin am Dienstag mit (Az.: 140 Cs 588/19). Die „Bruderschaft Deutschland“ gilt als Sammelbecken rechtsradikaler Hooligans. Anhänger der Bruderschaft hatten sich im Juni am Haus der Ratsfrau versammelt.

Als die 69-jährige Politikerin drohte, die Polizei zu holen, sei sie von dem 45-Jährigen massiv beleidigt worden, befand das Gericht. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe.

Nach Auskunft des NRW-Verfassungsschutzes hat sich die „Bruderschaft Deutschland“ aus einer „rechtsextremistisch geprägten Mischszene in Düsseldorf-Garath“ gebildet. Insgesamt werden ihr mehr als 50 Männer zugeordnet. Einige von ihnen seien mit rechtsextremistisch motivierten Straftaten in Erscheinung getreten. Weitere seien bereits aus der Vergangenheit als Rechtsextremisten bekannt.

Der Anführer der Bruderschaft pflege Kontakte zu bekannten Rechtsextremisten und sei in der Hooliganszene von Fortuna Düsseldorf. Die Entwicklung werde von den Sicherheitsbehörden aufmerksam verfolgt, hieß es am Dienstag aus dem NRW-Innenministerium.

(dpa)