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Vier Jahre nach Anschlag: Amri-Untersuchungsausschuss gedenkt der Opfer vom Breitscheidplatz

Vier Jahre nach Anschlag : Amri-Untersuchungsausschuss gedenkt der Opfer vom Breitscheidplatz

Vier Jahre nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat der parlamentarische Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags der Opfer gedacht und weitere Aufklärungsarbeit zugesichert.

Der 2017 eingesetzte Ausschuss habe bisher 57 Mal getagt und eine Vielzahl von Zeugen befragt, teilte der Vorsitzende Jörg Geerlings am Freitag mit.

Der Ausschuss hoffe, dass die Einsicht in Unterlagen von Kommunal-, Landes- und Bundesbehörden „eine bessere Aufklärung des Attentats ermöglicht“, sagte Geerlings. „Dieses Leid darf sich nicht wiederholen. Es gilt, alles zu tun, um einen erneuten Anschlag zu verhindern.“

Derzeit untersucht das Gremium, die Kommunikation zwischen den NRW-Behörden und dem Bund. Kommendes Jahr seien weitere Zeugenvernehmungen angesetzt.

Am 19. Dezember 2016 hatte der abgelehnte Asylbewerber Anis Amri in Berlin einen Lastwagenfahrer erschossen. Anschließend raste er mit dem Lastwagen über den Breitscheidplatz, wo elf weitere Menschen starben und mehr als 70 verletzt wurden. Der Tunesier konnte nach Italien fliehen, wo er bei einer Polizeikontrolle erschossen wurde. Amri war der Polizei bereits früher als islamistischer Gefährder aufgefallen.

Der Ausschuss in Düsseldorf geht möglichen Versäumnissen und Fehlverhalten der Behörden in Nordrhein-Westfalen vor und nach dem Anschlag nach. Der behördenbekannte Gefährder Amri war in NRW zeitweise offiziell gemeldet. Auch der Bundestag und das Abgeordnetenhaus Berlin haben Untersuchungsausschüsse zur Klärung der vielen offenen Fragen im Fall Amri eingesetzt.

(dpa)