Aachen/Dakar: Alter Bus mit neuem Fahrplan

Aachen/Dakar: Alter Bus mit neuem Fahrplan

Als die Hafenarbeiter von Dakar vom Fahrplan des alten Busses erfuhren, da bogen sie sich vor Lachen. Dass der Senegal ein Auto nach Europa exportiert, hatten sie noch nicht erlebt.

„Normalerweise”, sagt Markus Offner, Bildungsreferent beim Kindermissionswerk, „kommt in Senegals Hauptstadt ja alles an, was hier vor der Abwrackprämie verschont worden ist.”

So war das einst auch mit dem alten Bus in den 1960ern. Im Senegal wurde er bunt angemalt und beförderte ungezählte Menschen. Über 40 Jahre später ist er durch Deutschland unterwegs.

Als rollender Botschafter des Kindermissionswerks. Die ungewöhnliche Aktion dient als Wegbereiter für das 52. Dreikönigssingen am 6. Januar 2010. „Kinder finden neue Wege” lautet das Jahresmotto.

Nahezu 3000 Projektpartner zählt das Kindermissionswerk, die große Mehrheit leistet Hilfe in den ärmsten Regionen der Erde. „Aber der Begriff weltweit ist natürlich schwer erfassbar”, sagt Monsignore Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks. An dieser Stelle kommt der Bus aus dem Senegal ins Spiel.

Er ist dieses Jahr der Botschafter des Beispiellandes, er führt den kleinen Sternsingern vor Augen, wofür sie sich auf den Weg machen. In seinem Inneren machen Gerätschaften wie Hirsestampfer begreifbar, wie beschwerlich allein die Bewältigung des Alltages im Senegal ist. Was danach mit dem Bus passiert? „Es gibt schon Interessenten”, sagt Projektkoordinatorin Jessica Hurtak.

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