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Alle Zahlen: Coronavirus in Aachen, Heinsberg, Düren

Grafiken und Karten : So breitet sich das Coronavirus in NRW und der Region aus

Das Coronavirus hat sich nach dem ersten Infektionsfall im Kreis Heinsberg rasend schnell in Nordrhein-Westfalen verbreitet. Aktuelle Entwicklungen und Zahlen für die Region und NRW gibt es in unseren Diagrammen und Karten.

Begonnen hat die Corona-Krise in NRW in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg. Die Behörden meldeten am Veilchendienstag, 25. Februar 2020, den ersten bestätigten Patienten, der im Erkelenzer Krankenhaus mit seiner Frau behandelt wurde. Im Eilverfahren beschloss der Krisenstab um Landrat Stephan Pusch zeitweise die Kitas und Schulen im Kreis Heinsberg zu schließen. Rund 500 Teilnehmer einer Karnevalssitzung mussten zum Test. Die Zahlen stiegen anschließend nicht nur im Kreis Heinsberg, sondern auch im Rest von NRW und Deutschland.

Die Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet zog zwei Wochen später nach und ließ ebenfalls Bildungseinrichtungen zeitweise schließen. In den folgenden Tagen wurden Geschäfte, Restaurants und Cafés dicht gemacht. Im zuerst betroffenen Kreis Heinsberg entspannte sich die Lage zunächst, bevor es im Herbst – wie auch im Rest der Region – wieder mehr bestätigte Fälle gab. Im Oktober blieben die Zahlen des Kreises Heinsberg hinter denen der Städteregion Aachen und des Kreises Düren. Es wurden ab dem 2. November neue Regeln und Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eingeführt und am 13. Dezember verschärft. Sie sollten zunächst bis zum 10. Januar gelten, wurden dann aber mehrfach verlängert. Öffnungsschritte folgten ab Anfang März sukzessive, wurden aber für Kommunen und Regionen mit hohen Inzidenzen zurückgenommen. So sehen die tagesaktuellen Zahlen der aktuell Infizierten, Genesenen und Verstorbenen für die Städteregion Aachen und die Kreise Heinsberg und Düren aus:

Seit Januar 2021 sind in der Statistik des Kreis Heinsberg sowohl die Zahlen von positiven Schnelltests als auch von positiven PCR-Tests enthalten. Im Kreis Düren und der Städteregion Aachen werden weiterhin nur positive PCR-Testergebnisse vermeldet. So viele bestätigte Infektionen melden die einzelnen Landkreise der Region im zeitlichen Vergleich:

Nimmt man aus der Gesamtzahl die bereits Genesenen und die Verstorbenen heraus, ergibt sich folgendes Bild an aktuell Infizierten in den Landkreisen der Region:

Im Gespräch zwischen Bund und Ländern wurde eine Bemessungsgröße für ein Notfall-Szenario festgelegt. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz wird berechnet, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000. Einwohner aufgetreten sind. Es wurden verschiedene Grenzen festgelegt: Ab einem Warnwert von 35 sollen erste regionale Schutzmaßnahmen greifen. Ab einem Wert von 50 muss die Region ein neues Beschränkungskonzept vorlegen. Da diese Werte im Herbst von allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW drastisch übertroffen wurde, haben Bund und Länder sogar eine neue Grenze von 200 eingeführt: Ab diesem Wert können sogar Ausgangsbeschränkungen gelten. So hat sich die Inzidenz in den Kreisen der Region entwickelt:

So verteilen sich die aktuell nachgewiesenen Infektionen auf die Gemeinden und Städte in der Region:

So entwickeln sich die Zahlen der bestätigten Fälle, der Genesenen und der Verstorbenen in Nordrhein-Westfalen laut dem NRW-Gesundheitsamt und dem Robert-Koch-Institut:

Und so entwickeln sich die Zahlen der bestätigten Neuinfektionen in NRW täglich:

Abzüglich der wieder Genesenen und der Verstorbenen ergeben sich für NRW diese Zahlen an aktuell Erkrankten:

Nach einer ersten Welle im Frühjahr 2020 und einer Phase der Erholung im Sommer stieg auch die Zahl der täglich gemeldeten Todesfällg im Zusammenhang mit Covid-19 ab dem Herbst stark an:

An Covid-19 sterben besonders ältere und vorerkrankte Menschen. Nachgewiesen wurde das Coronavirus in NRW aber besonders in jüngeren Altersspannen von 15 bis 59 Jahren. Seltener sind Kleinkinder und Kinder betroffen. Wie sich die Fälle auf Alter und Geschlecht aufteilen, sehen Sie hier:

Obwohl der Kreis Heinsberg früh vom Coronavirus getroffen wurde, weisen viele Kreise und Städte inzwischen deutlich höhere Zahlen auf. Wie sich die Sieben-Tage-Inzidenzen je Landkreis in Deutschland laut dem RKI entwickeln, zeigt diese Karte:

Für die Bundesländer ergeben sich folgende Werte:

Alle aktuellen Entwicklungen können Sie in unserem Liveblog verfolgen. Aufbereitete Daten zur aktuellen Lage auf den Intensivstationen in Deutschland und der Region finden Sie in diesem Artikel. Aktuelle Informationen können Sie auch in unserem Corona-Newsletter erhalten:

Zu den Daten: Die Daten unserer Diagramme und Karten stammen von den Verwaltungen der jeweiligen Landkreisen, dem NRW-Gesundheitsministerium (MAGS) und dem Robert-Koch-Institut (RKI). Bis Mitte April 2020 hat das MAGS die Daten zu Corona-Fällen gesammelt und mehrfach am Tag veröffentlicht. Zum 20. April benutzt das Gesundheitsministerium nur noch vereinheitlicht jene Zahlen, die auch vom RKI veröffentlicht werden. Daher haben auch wir unsere Datenquelle angepasst. Sowohl die Zahlen des RKI als auch des MAGS können wegen der Übermittlung der Fälle in einen Verzug von einigen Tagen geraten. Die Zahlen der Verwaltungen der Landkreise sind die aktuelleren. Seit Januar 2021 vermeldet der Kreis Heinsberg außerdem – anders als die anderen Landkreise – zusätzlich zu den positiven PCR-Testergebnissen auch die positiven Schnelltests. Daher sind die Daten der Kreisverwaltung höher als die Zahlen des Gesundheitsministeriums. Für politische Entscheidungen sind jedoch die offiziellen Zahlen des Ministeriums relevant, weshalb der Kreis Heinsberg seit dem 1. Februar 2021 nur noch die 7-Tage-Inzidenz ohne Schnelltests vermeldet.

Die Karten und Diagramme werden wochentags aktualisiert. Die Zahlen richten sich nach den Daten der Veröffentlichungen durch die Gesundheitsämter, nicht nach den Daten der Neuinfektionen.