Gefährder nach Kabul: Afghanischer Intensivtäter aus NRW in seine Heimat abgeschoben

Gefährder nach Kabul : Afghanischer Intensivtäter aus NRW in seine Heimat abgeschoben

Ein afghanischer Gefährder und Intensivstraftäter ist aus Nordrhein-Westfalen in seine Heimat abgeschoben worden. Er wurde mit einem Sammel-Abschiebeflug von Frankfurt aus nach Afghanistan gebracht, wie das NRW-Integrationsministerium am Dienstag mitteilte.

Insgesamt waren 38 abgelehnte Asylbewerber an Bord der Maschine, die in Kabul landete, wie Beamte am dortigen Flughafen am Dienstag bestätigten.

„Nordrhein-Westfalen geht mit aller Konsequenz gegen die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus vor. Wir werden den Kampf gegen Extremisten auch künftig mit großer Entschlossenheit und mit allen Mitteln unseres Rechtsstaates führen“, erklärte NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP).

Es war die 21. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016. Die Abschiebungen sind umstritten, weil der Krieg gegen die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weiterhin andauert und täglich Opfer fordert.

Der Mann aus NRW habe eine mehrjährige Freiheitsstrafe wegen Gewaltdelikten im Bundesgebiet verbüßt. Abschiebungen solcher Straftätern und Gefährder nach Afghanistan „sind und waren auf Basis sorgfältiger Einzelfallprüfungen möglich“, erklärte das NRW-Ministerium. Deshalb werde Nordrhein-Westfalen sich weiterhin an entsprechenden Rückführungsmaßnahmen beteiligen.

(dpa)
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