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Mehr Bewerber als Kinder: Adoptionen in NRW bleiben auf dem Vorjahresniveau

Mehr Bewerber als Kinder : Adoptionen in NRW bleiben auf dem Vorjahresniveau

2019 sind in Nordrhein-Westfalen 816 Kinder und Jugendliche adoptiert worden – eine Adoption weniger als im Vorjahr. In den Kreisen Düren und Heinsberg wurden hingegen mehr Minderjährige adoptiert.

In den meisten Fällen, nämlich in 62,5 Prozent, wurden die Kinder und Jugendliche in NRW durch einen neuen Partner des leiblichen Elternteils, also Stiefvater oder Stiefmutter, adoptiert. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, war fast die Hälfte der Kinder (46,3 Prozent) jünger als drei Jahre. 32 Prozent der Adoptierten waren zwischen drei und elf Jahren alt. 406 adoptierte Kinder waren Mädchen, 410 Jungs.

Die Gesamtzahl war auf dem Niveau des Vorjahres, es gab nur eine Adoption weniger. 2018 und 2017 hatte es Rückgänge gegeben. In der Region ist die Zahl der Adoptionen hingegen von 40 auf 50 gestiegen. Während es in der Städteregion Aachen vier Adoptionen weniger gab, wurden in den Kreisen Düren (plus 10) und Heinsberg (plus vier) mehr Kinder und Jugendliche adoptiert.

Ende 2019 waren in NRW 234 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Zum gleichen Zeitpunkt gab es 1079 Bewerber. Auch in der Region gibt es deutlich mehr Bewerber als zur Adoption vorgemerkte Kinder: In der Städteregion waren 35 Bewerber verzeichnet, aber nur ein Kind zur Adoption vorgemerkt. Im Kreis Düren gibt es 21 Bewerber und keine vorgemerkten Adoptionen. Im Kreis Heinsberg kommen sechs Bewerber auf zwei Kinder.

Außerdem befanden sich Ende vergangenen Jahres 355 junge Menschen in sogenannter „Adoptionspflege”, die zukünftigen Eltern und dem Kind die Möglichkeit einer gegenseitigen Probephase bietet.

(dpa/jas)