Aachen: Achtung: Werbung mit dem Namen der Polizei

Aachen: Achtung: Werbung mit dem Namen der Polizei

„Es ist nicht überall Polizei drin, wo Polizei drauf steht.” Mit diesen Worten warnt die Aachener Polizei vor Werbeangeboten mit dem Namen der Polizei.

Verstärkt, so Polizeisprecher Paul Kemen, hätten sich Geschäftsleute gemeldet, denen im Zusammenhang mit dem Namen der Polizei Werbeanzeigen angeboten wurden. In Broschüren oder Faltblättern sollten die Anzeigen angeblich veröffentlicht werden.

So meldete sich etwa ein Kinderarzt bei der Polizei. Ihm war Werbung in einem Kindermalbuch zum Thema Kindesmissbrauch angeboten worden. Geködert habe man ihn damit, dass diese Malbücher für Aufklärungszwecke der Polizei in Kindergärten verteilt würden. Doch dieses Malbuch existierte offenbar nicht.

Gleich in mehreren Fällen, so die Polizei, waren Inserenten davon ausgegangen, ein einziges Inserat abgeschlossen zu haben. Tatsächlich aber galt die Unterschrift für ein Abonnement - mit Beträgen von 800 Euro und mehr. In seltenen Fällen konnte die Polizei einen Betrug nachweisen werden. Meist hatten die Geschäftsleute das Kleingedruckte nicht gelesen.

Polizeisprecher Kemen weist darauf hin, dass der Begriff Polizei nicht gesetzlich geschützt ist. Der Begriff „Polizei” im Firmennamen bedeutet keine Tätigkeit für eine polizeiliche Organisation. Schon gar nicht handelt die Firma im Auftrag der Polizei. Rat holen können sich Betroffene bei der polizeilichen Beratungsstelle für die Städteregion Aachen, 0241/9577-34401.

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