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Ostermärsche starten: „Achtsam demonstrieren“ ist angesagt

Ostermärsche starten : „Achtsam demonstrieren“ ist angesagt

Voriges Jahre gab es keine Ostermärsche - wegen Corona. Doch in diesem Jahr will die traditionsreiche Friedensbewegung wieder Flagge zeigen gegen Atomwaffen und Militarisierung. In NRW sind viele, auch kleine Aktionen geplant.

Fahrradkorso, Demonstrationen, Gottesdienste: An Karfreitag beginnen die Ostermärsche. Bis Ostermontag sind in Nordrhein-Westfalen in vielen Städten Dutzende Aktionen gegen Militarisierung, Aufrüstung und Atomwaffen geplant. Über drei Tage erstreckt sich allein der Ostermarsch Rhein-Ruhr, der am Karsamstag in Duisburg beginnt und Ostermontag in Dortmund endet. Hauptaktionstag in Nordrhein-Westfalen ist der Samstag.

Nachdem die Ostermärsche im vorigen Jahr wegen des Coronavirus nur virtuell stattfanden, ist das Interesse groß. „Wir haben gemerkt, dass die Leute gerne auf die Straße gehen wollen“, sagte Kristian Golla vom Bonner Netzwerk Friedenskooperative. Es gebe auch eine Möglichkeit zu einer virtuellen Teilnahme im Internet.

Zusammengenommen werden an den vier Tagen wohl Tausende Menschen auf die Straße gehen. Es solle „achtsam“ und unter Einhaltung der Hygiene-Auflagen demonstriert werden, erklärte die Friedenskooperative, die eine Übersicht der Aktionen zusammengestellt hat.

Am Samstag sind Aktionen unter anderem in Bonn, Siegen, Bielefeld, Gütersloh, Düsseldorf, Köln sowie in Duisburg geplant, wo der Ostermarsch Rhein-Ruhr beginnt. Getragen werden die Aktionen von verschiedenen Parteien, örtlichen kirchlichen Gruppen, Friedensgruppen und etwa den Klimaaktivisten von Fridays for Future.

Am Ostermontag ist in Krefeld eine Radtour, unter anderem zu Stolpersteinen für Opfer des Nationalsozialismus, geplant. In Dortmund soll der dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr zu Ende gehen.

Den Beginn machen am Karfreitag Demonstrationen von Atomgegnern an der Urananreicherungsanlage in Gronau im Münsterland sowie in Jülich bei Aachen.

(dpa)