Ab heute gibt es dank der Leoniden wieder Sternschnuppen im November

Sternschnuppenzeit im November : Die Leoniden sind wieder aktiv

Freunde von Sternschnuppen dürfen sich freuen: Die Leoniden sind ab Dienstag wieder aktiv. Der jedes Jahr im November auftretende Sternschnuppenstrom erreicht sein Maximum in der Nacht von Samstag auf Sonntag.

Dieses Mal rechnen Experten allerdings mit einer geringeren Aktivität als in den Vorjahren. „Erwartet werden bis zu zehn Sternschnuppen pro Stunde“, sagte der Leiter des Potsdamer Urania-Planetariums, Simon Plate.

Am besten seien sie in den frühen Morgenstunden in dunkler Umgebung zu sehen. „In der zweiten Nachthälfte schaut man in Fahrtrichtung der Erde. Weil die Erde den Leoniden entgegenläuft, sieht man sie dann besser“, so Plate. „Besonders in der Dämmerung am Morgen lohnt es sich, in Richtung Osten zu gucken, denn dort geht das Sternbild „Leo“ auf, aus dessen Richtung die Leoniden kommen“, sagt Kurt Schaefer von der Sternwarte Aachen.

Wer auf Sternschnuppen-Jagd gehen will, der sollte sich flach auf den Rücken legen und so in den Himmel in Richtung Osten schauen. Dabei sollte man den Blick immer wieder schweifen lassen. Wichtig ist es dabei, kein Fernglas oder Teleskop zu benutzen, denn das schränkt das Blickfeld ein und die Chance einen Leuchtstreif zu sehen, wird geringer. Sternschnuppen sind am besten dort zu beobachten, wo es besonders dunkel ist. Abseits der Stadt auf dem Land beispielsweise. Gerade in der vergleichsweise wenig lichtverschmutzten Eifel sind die Bedingungen in der Region sehr gut. „Wir haben am Wochenende Halbmond, der geht um 0.44 Uhr am Sonntag unter und stört somit auch nicht sehr“, sagt Schaefer. Auch die Wetteraussichten sind auf der Seite der Sterngucker. Bisher scheint es eine recht klare Nacht zu werden.

Schnelle Schnuppen

„Die Leoniden gehören zu den schnellsten Sternschnuppen, die wir beobachten können. Sie haben eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Sekunde“, sagte Plate. Die Laufbahn des Kometen verläuft in entgegengesetzter Richtung zu der Laufbahn der Erde. Das sei ein Grund, weshalb die Sternschnuppen so schnell werden könne, erklärt Schaefer.

Sobald Bruchstücke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten, pressen sie die Luft unter sich zusammen. Die wird dadurch so stark erhitzt, dass der Stein aus dem Weltall verglüht und als Sternschnuppe sichtbar wird.

Wer die Leoniden verpasst, muss nicht lange auf die nächste Gelegenheit zum Sternschnuppen-Gucken warten. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember wird das Maximum der Geminiden erwartet, die sogar aktiver sind als die Leoniden. Stündlich könnten dann bis zu 120 Sternschnuppen über den Himmel huschen.

(dpa/anne)
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