Aachen: Aachener Kreuz: Umbau geht los

Aachen : Aachener Kreuz: Umbau geht los

Das Autobahnkreuz Aachen wird nach langen Verzögerungen endlich umgebaut. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann (SPD/Würselen), bestätigte am Dienstag auf Anfrage Informationen unserer Zeitung, wonach am Freitag, 18. September, der erste Spatenstich für das Großprojekt getan wird.

Für das grüne Licht sorgte NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU). Er unterschrieb den „Planfeststellungsbeschluss”. Dieser ist Grundlage für die Baumaßnahmen, um das quälende Nadelöhr im europäischen Straßennetz zu beseitigen. Federführend für die Ausführung ist die Aachener Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau NRW.

Hundertprozentig ist die Sache allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Nach der aus rechtlichen Gründen fälligen Offenlage der Planung kann Klage eingereicht werden. Damit wird allerdings bei den zuständigen Beteiligten nicht gerechnet. Es gebe einen „großen Konsens” unter den Verfahrensbeteiligten, ist der Landesbetrieb zuversichtlich.

Gleich drei Autobahnen treffen sich am Aachener Kreuz: die A4, die A44 und der Cityzubringer A544. Die internationalen Verkehrsströme auch aus den Niederlanden und Belgien zu entwirren und neu zu gestalten, macht Investitionen in Höhe von 75 Millionen Euro erforderlich. Damit wird der Verkehrsknoten in den beiden Haupttrassen auf jeweils sechs Fahrspuren erweitert.

Die Bauarbeiten erfolgen „unter Verkehr”. Demnach soll es nur geringe Einschränkungen für die Autofahrer geben, fast alle jetzigen Fahrspuren bleiben offen. Allein der Abzweig von der A44 aus Richtung Alsdorf kommend zur A4 in Richtung Köln wird abgeklemmt, der Verkehr bereits über die Anschlussstelle Hoengen zur Autobahnauffahrt Eschweiler gelenkt.

Erst im Jahr 2014 soll soll das Aachener Kreuz komplett fertig sein.

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