Aachen: „Aachen wiederentdeckt“: DVD zeigt Schätze aus alten Zeiten

Aachen: „Aachen wiederentdeckt“: DVD zeigt Schätze aus alten Zeiten

Das Leben und Lachen der Kurgäste in den 1920er Jahren, Reichspräsident Hindenburg auf Aachen-Besuch im Jahr 1930, Kriegsspuren und Wiederaufbau zwischen 1944 und 1956, die ersten Karlspreis-Verleihungen — zeitgeschichtliche Ereignisse und Lebenswirklichkeiten in der westlichsten Großstadt Deutschlands, von denen kaum bewegte Bilder bekannt sind.

Eine neue DVD vereint jetzt einige verloren geglaubte Momentaufnahmen der jüngeren regionalen Geschichte — die nicht selten auch einen Bezug zum Weltgeschehen aufweisen. „Aachen wiederentdeckt“ heißt das aufwendig zusammengestellte Werk, das am 17. November erscheint und vom Medienhaus Aachen als Partner präsentiert wird. Dazu gibt es eine exklusive Premierenveranstaltung mit Filmausschnitten und einer Talkrunde am 16. November.

Reichspräsident Hindenburg zu Besuch (1930). Szenenfoto: Filmwerte GmbH

Die Berliner Filmwerte GmbH hat die Aachen-DVD im Rahmen ihrer „Wiederentdeckt“-Edition zusammengestellt. Für die Macher passt Aachen perfekt in die Reihe. Schließlich erlebte die Grenzstadt die verheerenden Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs besonders heftig, viele alte Straßenzüge und Gebäude wurden unwiederbringlich zerstört. Grund genug, sich auf eine Spurensuche zu begeben und nach historischen Filmschätzen zu suchen.

Die Printenbäcker präsentieren ihr Handwerk in Backstuben rund um den Aachener Dom (1936). Szenenfoto: Filmwerte GmbH

„Kurbad Aachen“ in den 1920ern

Und Kurgäste, die sich in einem Biergarten vergnügen (1920er Jahre). Szenenfoto: Filmwerte GmbH

Den Auftakt bildet der Kurzfilm „Kurbad Aachen“ aus den 1920er Jahren, der in kleinen Szenen die Annehmlichkeiten des Kurbades schildert. In dem Filmfragment „Reichspräsident von Hindenburg in Aachen“ (1930) wird die Ankunft Hindenburgs in Aachen anlässlich seiner Rheinlandreise gezeigt.

In „Rheinisches Landesturnfest in Aachen“ (1934) kann man die zeitgemäße Körperertüchtigung bewundern, ganz im Sinne des aufkommenden NS-Staates filmisch eingefangen. Der Film „Schatzkammer von tausend Jahren“ (1936) zeigt die Geschichte Aachens und lässt gleichzeitig die alten Straßenzüge und Gebäude der Vorkriegszeit lebendig werden.

Das rund 60 Minuten lange Werk „Unvergängliches Aachen“ dokumentiert in unverfälschter — weil im Duktus der Zeit gehaltenen — Art und Weise die Aachener Stadtgeschichte von 1944 bis 1957 mit Zerstörung und Wiederaufbau, erzählt von Egon Hoegen, bekannt als langjähriger Sprecher der TV-Sendungen „Der 7. Sinn“ und „Internationaler Frühschoppen“.

Mit den wilden Schmuggeljahren an der Dreiländergrenze nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt sich „Das Loch im Westen“ (1949). Drei kurze Sequenzen zeigen schließlich die Verleihung des Karlspreises in den Jahren 1950, 1954 und 1956, und die nächsten Sequenzen nehmen den Zuschauer mit zum Großen Preis von Aachen in den Jahren 1948, 1954 und 1957. Abschließend zeigt die „Semesterschau 1959“ Einblicke in das studentische Leben vor fast 60 Jahren.

Originalversionen als Zeitzeugnis

Die Filme werden bewusst in der Originalversion gezeigt und sind so mit den damit verbundenen Spuren der Vergangenheit erlebbar. Laut Filmwerte stehen die Werke als Zeugnisse für sich und die Zeit ihrer Entstehung, und gleichzeitig die wechselvolle und spannende Geschichte der Stadt Aachen in der besonderen Dreiländerregion verdeutlichen.

Die DVD „Aachen wiederentdeckt“ erscheint am 17. November und ist ab diesem Tag zunächst zwei Wochen lang exklusiv beim Kundenservice des Medienhauses Aachen, Dresdener Str. 3 und Friedrich-Wilhelm-Platz 2 (Elisenbrunnen) erhältlich.

(red)