"Aachen umsonst": Buch mit Tipps für Gratis-Erlebnisse

Neues Buch : „Aachen umsonst: Wertvolle Tipps für Gratis-Erlebnisse

Der Autor Martin Thull präsentiert in seinem neuen Buch 55 Hinweise auf kostenlose Erlebnisse in der Grenzstadt. Auch eingefleischte Öcher dürften mitunter etwas Neues entdecken, schließlich hat Thull einige Einmaligkeiten vorzustellen.

In der Aachener Region gibt es das geflügelte Wort vom „Ömmesönslömmel“ – nicht immer positiv beschieden, bezeichnet man damit solche Zeitgenossen, die sich gern und vielleicht ein wenig über die Maßen an Gratis-Gelegenheiten laben. Für all jene, die sich ganz legitim an derartigen Angeboten erfreuen wollen, hat der Autor Martin Thull jetzt ein Buch veröffentlicht. „Aachen umsonst“ vereint 55 liebevoll recherchierte kostenlose Angebote in Deutschlands westlichster Großstadt.

Der Autor, gebürtiger Aachener und heute im selbstgewählten Exil in Sankt Augustin lebend, hat dabei eine Vielzahl von Möglichkeiten herausgearbeitet, die Stadt zu bereisen. Auch eingefleischte Öcher dürften mitunter etwas Neues entdecken, schließlich hat Thull einige Einmaligkeiten vorzustellen: Den Möschebrunnen am Münsterplatz zum Beispiel als einzige öffentliche Trinkwasserquelle der Stadt oder die Sammlung Crous als stadtgeschichtliches Gedächtnis mit Besuchszeiten zum Beispiel. Orte, Institutionen und besondere Termine präsentiert der Autor jeweils mit informativen Texten und großen Fotos.

„Es soll ein Buch sein für jeden, der Aachen mag“, sagt Thull, der regelmäßig für unsere Zeitung die Dreiländerregion erkundet. „Auch für mich haben sich bei der Recherche spannende Möglichkeiten aufgetan, und die gebe ich nur zu gerne weiter.“ Für Neu-Aachener oder Touristen finden sich lohnenswerte Impulse, um die Stadt abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten und dann auch noch kostenlos kennenzulernen. „Die Archäologische Vitrine im Elisengarten ist so ein Ort“, sagt Thull. Ein Minimuseum im öffentlichen Raum sozusagen.

Anderswo weist Thull seine Leser auf nützlichere Angebote hin, die über das reine Erlebnis im Stadtraum hinausgehen: Das kostenfreie WLAN-Netz in der City zum Beispiel, oder die Tatsache, dass im „Franz“ jeden Mittwoch gratis Kultur mit internationaler Besetzung geboten wird. „Manche Angebote sind zeitlich gebunden, andere richten sich an eine spezielle Altersgruppe“, erklärt der Autor. „Alle zusammen sollen sie für die Vielfalt der Möglichkeiten in dieser Stadt stehen.“

Auf die Frage nach einem Lieblingsangebot hat der 70-Jährige einen Ort zur maximalen Entschleunigung parat: „Am Herrmann-Heusch-Platz im Rücken der Annastraße fühlt man sich fast wie auf dem Dorf. So gemütlich ist es dort, mit kleinen Häusern und viel Grün.“ Neugier aufs Entdecken und Erleben der Stadt möchte Thull wecken, „und zwar mit allen Sinnen“. Herausgekommen ist ein Buch für mehr Aachen „ömmesöns“ im besten Sinne.

(alba)
Mehr von Aachener Nachrichten