Aachen/Eupen: 58 Hinweise auf Mitleidsmasche-Täter

Aachen/Eupen: 58 Hinweise auf Mitleidsmasche-Täter

Über den Serienvergewaltiger in der Region, der zudem unmaskiert mit einer Mitleidsmasche aufgefallen ist, wird das ZDF am 10. März in „Aktenzeichen XY ungelöst” berichten.

Nach der aktuellen Berichterstattung in dieser Zeitung geht die Polizei 58 neuen Hinweisen nach. Etwa 40 gibt es aus der deutschen Bevölkerung, sieben davon aus der Aachener Region. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dreien der 40 Fälle um bisher nicht bekannte Nötigungen mit der Mitleidsmasche handelt.

Bei dieser Masche klingelt der Täter an der Haustür, gibt vor, seine Armee nicht bewegen zu können und bittet um Hilfe für einen Toilettengang. Die betroffenen Frauen müssen dann aber feststellen, dass sein Verhalten eindeutig sexuell motiviert ist.

Bei der Polizei in Eupen sind 18 Hinweise eingegangen. Einer hat einen zusätzlichen Fall von Nötigung durch die Mitleidsmasche im Jahr 2005 ans Licht gebracht.

Laut Rolf Lennertz, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Eupen, soll der Täter zwischen 1995 und Dezember 2009 in Ostbelgien vier Vergewaltigungen, sechs versuchte Vergewaltigungen und zwei Nötigungen begangen haben und in einem Fall durch Exhibitionismus aufgefallen sein. In sieben Fällen seien DNA-Spuren gefunden worden. In den anderen Fällen sei man aufgrund der Vorgehensweise davon überzeugt, dass es sich um den Gesuchten handelt.

„Der Täter handelt immer auf frappierend ähnliche Art und Weise. Er spielt seine Rolle wie im Drehbuch und benutzt immer wieder die gleichen Sätze”, sagte Lennertz. Die Polizei geht von einem 40- bis 50-Jährigen mit Bezugspunkten in den Räumen Aachen/Eupen und Köln/Bonn aus.

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