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Warnung: 36 Grad am bislang heißesten Tag des Jahres in NRW erwartet

Warnung : 36 Grad am bislang heißesten Tag des Jahres in NRW erwartet

Nordrhein-Westfalen gerät ins Schwitzen. So heiß, wie es Freitag werden soll, war es in diesem Jahr noch nicht. Am Samstag sorgen Gewitter für Abkühlung. Starkregen ist nicht ausgeschlossen.

Heiß, heißer, Hitzewarnung: Den bislang heißesten Tag des Jahres in Nordrhein-Westfalen mit bis zu 36 Grad im Raum Aachen erwarten Wetterexperten an diesem Freitag. „Es gibt sehr viel Sonne und kaum ein Wölkchen“, sagte Meteorologe Markus Winkler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Essen. Für die Region westlich der Rheinschiene im Dreieck Aachen-Düren-Mönchengladbach gab der DWD eine amtliche Warnung vor Hitze heraus.

Entsprechend hoch ist die Waldbrandgefahr. Für das südwestliche, waldreiche Drittel des bevölkerungsreichsten Bundeslandes gilt am Freitag die zweithöchste Warnstufe.

Der bislang heißeste Tag des Jahres in NRW war der 26. Juni. Damals wurden im niederrheinischen Tönisvorst 33,2 Grad gemessen. Die dortige Wetterstation hält gemeinsam mit Duisburg-Baerl auch den am 25. Juli 2019 gemessenen Allzeit-Rekord für Nordrhein-Westfalen von 41,2 Grad.

Heißer Tag, warme Nacht: Für die Ballungsregionen Ruhrgebiet, Düsseldorf, Köln und Aachen rechnet Winkler mit einer „tropischen Nacht“: Das bedeutet, dass die Temperatur in der Nacht auf Samstag nicht unter 20 Grad absinkt.

Auch Samstag wird es heiß bei bis zu 34 Grad. Allerdings ziehen von Westen her Wolken auf und es wird schwüler. „Vom Empfinden her wird es ähnlich wie Freitag“, sagte Winkler. Schon am Vormittag könne es erste Gewitter geben, die hier und da auch unwetterartig mit Starkregen und Hagel ausfallen können. In der Nacht zum Sonntag kühlt es dann weiter ab. Sonntag werden nur noch bis zu 28 Grad erwartet. Schauer sind möglich. Die Waldbrandgefahr nimmt bis Sonntag deutlich ab.

Die Verbraucherzentrale NRW riet angesichts der zu erwartenden Hitze, Wohnungen und Häuser früh am Morgen lange zu lüften. „Die Abkühlung darf nicht zu kurz ausfallen, denn Wände, Möbel und andere Gegenstände speichern Wärme“, hieß es in einer Mitteilung.

Die Stadt Düsseldorf warnte Tierbesitzer, ihre Lieblinge an heißen Tagen im Auto zu lassen – auch nicht für wenige Minuten. „Extreme Temperaturen führen beim Hund sehr schnell zu einem Hitzschlag. Es drohen Erbrechen, Atemnot und Kreislaufversagen. Man darf diese Gefahr einfach nicht unterschätzen“, hieß es.

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte am Donnerstag seine Juli-Bilanz. Die Durchschnittstemperatur in NRW lag bei 17,1 Grad und damit nur geringfügig über dem langjährigen Mittel (1961-1990) von 17,0 Grad. Die Sonne schien 190 Stunden lang (Mittelwert: 187 Stunden). Mit 55 Litern fiel allerdings deutlich weniger Regen als in der Referenzperiode (82 Liter).

Auch deutschlandweit regnete es deutlich weniger als früher üblich. Entsprechend niedrig ist etwa der Rheinpegel. Weiterhin könnten aber alle Schiffe auf Deutschlands verkehrsreichster Wasserstraße fahren, hieß es beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein in Köln.

(dpa)