Aachen/Jülich: 32-jährige Ehefrau mit Messerstichen getötet

Aachen/Jülich: 32-jährige Ehefrau mit Messerstichen getötet

Der Kraftfahrer Alexej F. aus Jülich muss sich seit Mittwoch vor der 1. Schwurgerichtskammer am Aachener Landgericht wegen Mordes an seiner Frau verantworten. Allerdings ist der Prozess ein Sicherungsverfahren zur Einweisung in eine psychiatrische Anstalt, weil der 37-Jährige bei der Tat laut Anklageschrift am Abend des 3. Dezember 2013 im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben soll.

Vor der Kammer unter Vorsitz von Richter Arno Bormann wurde am ersten Verhandlungstag nur die Anklageschrift verlesen. Demnach hatte sich am Tatabend in der Wohnung des Ehepaares mit zwei Kindern im Stadtteil Heckfeld ein Beziehungsdrama zugetragen. Nach dem Streit, hieß es in der staatsanwaltschaftlichen Schilderung, sei die damals 32-jährige Mutter mit der achtjährigen Tochter schlafen gegangen.

Als sie „bäuchlings“, so die Anklageschrift, im Bett lag, sei der Mann „heimtückisch“ mit einem kurz zuvor aus der Küche geholten Messer über die Schlafende hergefallen. Dabei habe er ihr mehrere Messerstiche in den Rücken zugefügt.

Das Opfer sei schreiend aufgesprungen und in die nahe Küche gerannt. Hier habe der Angreifer ihr sodann Stiche und Schnitte in den Hals versetzt. Die Frau starb. Beide Kinder waren zum Zeitpunkt der Tat offenbar in der Wohnung.

Laut Medienberichten nach der Tat wollte sich der Angreifer anschließend selber umbringen. Die von ihm selber verständigte Polizei fand ihn gegen Mitternacht verschanzt in einem Sanitärraum vor, er soll versucht haben, sich nach der Tat selber zu töten. Sein Verteidiger Björn Hühne (Jülich) kündigte an, dass er in der Sitzung am Donnerstag eine Einlassung des Beschuldigten verlesen werde. Alexej F. ist aktuell in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Der Prozess geht am Donnerstag, 15. Mai, um 14 Uhr weiter.

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